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Meteorologin ordnet ein Wie viel Schnee bringt der Wintersturm noch?

Wind, Regen und in höheren Lagen viel Schnee: Die Schweiz erlebt diese Woche turbulentes Wetter. In diesen Tagen soll es so viel Schnee geben wie im ganzen Rest des Winters. Stephanie Westerhuis von SRF Meteo erklärt, wie es zu dieser Wetterlage kommt und weshalb die Lawinengefahr deutlich steigt.

Stephanie Westerhuis

SRF-Meteorologin

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Westerhuis hat Atmosphärenwissenschaften an der ETH Zürich studiert und ihre Doktorarbeit der Verbesserung von Nebelvorhersagen gewidmet. Nach Jahren im Bereich Wettermodellentwicklung arbeitet sie seit 2024 als Prognostikerin bei SRF Meteo.

Was erwartet uns in den kommenden Tagen?

Heute und morgen ist es windig, wechselnd bewölkt und immer wieder nass. Die Schneefallgrenze liegt heute bei etwa 600 bis 1000 Metern, morgen sinkt sie etwas. In den Alpen fällt viel Neuschnee. In exponierten Lagen treten teils Sturmböen, lokal sogar Orkanböen auf.

Woher kommt der viele Niederschlag?

Der Niederschlag kommt vom Atlantik her. Ein Hoch vor Portugal und ein Tief über der Nordsee haben sich so positioniert, dass heute und morgen eine starke nordwestliche Strömung direkt auf die Alpen gerichtet ist. Diese Strömung bringt schubweise feuchte Luft zur Schweiz und führt dann zu einer Nordstaulage.

Wie viel Neuschnee gibt es konkret?

Seit Sonntagabend bis Dienstagabend rechnen wir in den Alpen verbreitet mit einem halben bis zu einem ganzen Meter Schnee. Besonders betroffen sind das Wallis und der Alpennordhang. Hier kann es lokal sogar mehr als einen Meter schneien. Etwas weniger Schnee gibt es in den Voralpen und in Graubünden.

Wie gefährlich ist die Lawinensituation?

Die Kombination von viel Neuschnee und stürmischem Wind führt zu einer heiklen Lawinensituation. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF hat für grosse Teile der Alpen oberhalb von 2000 Metern die Stufe «Gross» verhängt – die vierte von fünf Gefahrenstufen. Diese Stufe gibt es für Teilgebiete an rund einem Dutzend Tagen pro Jahr. Aber es kommt nicht so häufig vor, dass ein solch grosses Gebiet betroffen ist. Das SLF warnt davor, dass auch grosse Lawinen bis in Täler vordringen und exponierte Verkehrswege treffen können.

Zur Gefahrenstufe Gross schreibt das SLF

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Sehr kritische Lawinensituation: Spontane und oft auch sehr grosse Lawinen sind wahrscheinlich. An vielen Steilhängen können Lawinen leicht ausgelöst werden. Fernauslösungen sind typisch. Wummgeräusche und Risse sind häufig.

Die Empfehlungen für Personen ausserhalb gesicherter Gebiete: Sich auf mässig steiles Gelände beschränken. Auslaufbereiche sehr grosser Lawinen beachten. Unerfahrene bleiben auf den geöffneten Abfahrten und Routen.

(Lawinengefahrenskala vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF)

SRF 4 News, 16.02.2026, 06:23 Uhr ; 

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