Drohnen gehören heute – wie früher die Pferde – zur Kriegsführung. In einer speziellen Ausbildung der Schweizer Rekrutenschule lernt eine kleine Gruppe junger Rekrutinnen und Rekruten den Umgang mit beidem. Sie sind als Patrouillenreiter unterwegs und überwachen das Gelände.
Das Zusammenspiel von Tier und Drohne muss geübt werden. Weil für ein Pferd erstmal alles, was neu ist, Angst mache, müsse es sich an die Drohne gewöhnen, sagt ein junger Rekrut. Zusammen mit seinem Kollegen übt er hier am Waldrand eine Aufklärungsmission.
Auf Pferde setzt die Armee schon lange. Zu Spitzenzeiten vor 100 Jahren waren es Zehntausende Tiere. Heute hat die Armee nur noch 300 Pferde. Sie werden vor allem für die Gebietsüberwachung eingesetzt. Zum Beispiel bei kritischen Infrastrukturen mit grossem Perimeter, wie dem Flughafen Zürich, wo es nicht viele Wege um die Landebahn hat.
«Das Pferd kann sich schneller fortbewegen als die Fusspatrouille», sagt Kommandant Kim Schätti. Er ist für die Armeetiere verantwortlich. Pferde könnten in unübersichtlichem und unwegsamem Gelände schnell und relativ lautlos reagieren.
Drohnen dagegen sind eine ziemlich neue Technik. Damit können Soldaten auch in der Nacht ein Gelände überwachen. Die Drohne hat eine Wärmebildkamera. So sind Menschen und Tiere im Dunkeln erkennbar, weil sie wärmer sind als die Umgebung.
Rund die Hälfte der Armeepferde sind im Raum Bern untergebracht. Unter anderem in Schönbühl, wo Reiterinnen und Reiter und auch die Pferde ausgebildet werden.
«Pferde können eine Leistung erbringen, die sonst niemand erbringen kann», sagt Kim Schätti. Die Drohne sei eine optimale Ergänzung - die Kombination besser als ein Helikopter. Dadurch sei man flexibler und könne mehrere Standorte gleichzeitig überwachen. Die berittenen Patrouillen können also grossflächig eingesetzt werden.
In jeder Schweizer Rekrutenschule werden rund 16 Rekruten zu Patrouillenreitern ausgebildet.