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Nach Angriff in Winterthur Bundesanwaltschaft beantragt Haft für mutmasslichen Täter

  • Nach dem Messerangriff am Bahnhof Winterthur hat die Bundesanwaltschaft (BA) die Ermittlungen übernommen.
  • Sie führt gegen den mutmasslichen Täter ein Strafverfahren wegen mehrfachen versuchten Mordes und Beteiligung beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Organisation.
  • Zudem sei Untersuchungshaft beantragt worden, schreibt die Bundesanwaltschaft weiter.

Im Zentrum der Ermittlungen stehe das Motiv der Tat in Winterthur. Dieses werde sorgfältig abgeklärt. «Dazu gehört auch die gründliche Aufarbeitung der Vorgeschichte des mutmasslichen Täters», heisst es in der Antwort der BA.

Im Vordergrund stehe zurzeit die Hypothese eines terroristisch motivierten Anschlags. Bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils gelte die Unschuldsvermutung. Der Entscheid über die Untersuchungshaft ist noch beim Zwangsmassnahmengericht hängig, wie die BA auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Polizeiauto vor einem historischen Gebäude mit Menschen im Hintergrund.
Legende: Ein Mann hat am Donnerstagmorgen in Winterthur am Bahnhof drei Personen mit einer Stichwaffe angegriffen. KEYSTONE/Claudio Thoma

Die Bundesanwaltschaft nehme den Vorfall sehr ernst. «Er verdeutlicht, dass das Phänomen des dschihadistisch motivierten Terrorismus in der Schweiz nach wie vor sehr präsent ist», teilte eine Sprecherin mit. Für die BA stelle die Bekämpfung des Phänomens seit mehreren Jahren einen strategischen Schwerpunkt in ihrer Arbeit dar. Die BA übernahm am Freitagnachmittag die Ermittlungen von der Zürcher Staatsanwaltschaft.

Externe Untersuchung an Psychiatrie Winterthur

Die Integrierte Psychiatrie Winterthur (IPW) kündigte an, eine externe Administrativuntersuchung in die Wege zu leiten. Der mutmassliche Täter war in der Klinik als «nicht selbst- und fremdgefährdend» eingestuft worden. Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, Mario Fehr (parteilos), bezeichnete dies als «offensichtliche Fehleinschätzung».

Der 31-jährige, vorbestrafte Islamist hatte sich am Montag in verwirrtem Zustand selber bei der Polizei gemeldet. Diese wies ihn über eine fürsorgerische Unterbringung in die Psychiatrie ein. Am Mittwoch durfte der Mann die Klinik verlassen. Am Tag darauf stach der mutmassliche Täter am Winterthurer Bahnhof auf drei Passanten ein.

10vor10, 28.5.2026, 21:50 Uhr ; 

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