- Die Rettungskräfte aus der Schweiz sind nach ihrem Einsatz in Venezuela am Nachmittag in Zürich gelandet.
- Angehörige empfingen die 80 Retter im Hangar der Rettungsflugwacht (Rega).
- Das Team konnte keine Erdbebenopfer bergen, die Schweiz will nun weitere humanitäre Hilfe leisten.
Der Flug aus Venezuela kam mit rund zwei Stunden Verspätung in Zürich an. Angehörige empfingen die 80 Retter im Hangar der Rega. Zuvor gab es bei der Ankunft Applaus von der Feuerwehr und zwei Löschfahrzeuge begrüssten das Flugzeug mit einer Wasserfontäne.
Belastender Einsatz
«Wir haben Tag und Nacht gearbeitet», sagte Sebastian Eugster, Teamleiter Einsatz, vor den Medien in Zürich. Leider hätten sie den Angehörigen keine positiven Nachrichten überbringen können.
Die Arbeit sei sehr hart gewesen, bei heisser und feuchter Witterung. «Ich bin froh, dass wir alle gesund nach Hause gekommen sind», sagte Eugster.
Es sei ein schwieriger Einsatz gewesen, erklärte die Suchhundeführerin Katja Lamprecht nach der Rückkehr in Zürich. Für sie sei es der erste Auslandseinsatz gewesen: «Es war schrecklich, was man dort gesehen hat, das Elend. Aber wir sind dankbar, dass wir hingehen und Hoffnung schenken konnten, und wir sind wieder heil zurückgekommen.»
Schweiz setzt humanitäre Hilfe fort
Die Rettungskräfte aus der Schweiz seien eines der ersten nicht lateinamerikanischen Teams gewesen, das in Venezuela eingetroffen war, hiess es in einer der Mitteilungen des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
80 Fachleute mit acht Such- und Rettungshunden aus der Schweiz waren eine Woche lang rund um die Uhr in der Küstenstadt La Guaria im Einsatz. Sie konnten leider keine Erdbebenopfer bergen. Aber die Schweiz werde sich nun auf die humanitäre Hilfe für Überlebende konzentrieren, so das EDA.
Das Sofortrettungsteam werde jetzt durch ein fünfköpfiges Hilfsteam der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ersetzt. Es wird am Abend abfliegen und die Behörden insbesondere bei der Trinkwasser- und der sanitären Grundversorgung unterstützen. Das Deza stellt für den Einsatz 2.5 Millionen Franken zur Verfügung.