Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Nach Felssturz Bergbahn bei Titlis bleibt geschlossen – Räumungsbeginn am Montag

  • Im Titlis-Gebiet im Kanton Obwalden hat sich am Freitag unterhalb des Trübsees ein Felssturz ereignet.
  • Aus Sicherheitsgründen bleibt die Gondelbahn Engelberg–Trübsee weiterhin geschlossen.
  • Grund dafür ist ein grosser Felsbrocken, der gesichert werden muss.
  • Am Montag wollen die Behörden mit den Räumungsarbeiten beginnen.

Am Samstag fanden in dem Gebiet Abklärungen durch Felssicherungs­spezialisten, Mitarbeiter der Titlis Bergbahnen und Geologen statt. Dabei stellte sich heraus, dass sich noch Geröll und ein grösserer Felsbrocken oben am Hang befänden, so Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen.

«Der grössere Felsbrocken muss gesichert werden. Und bevor dieser nicht gesichert ist, können wir die Gondelbahn vorsichtshalber nicht in Betrieb nehmen.» Der Fels habe eine Dimension von geschätzt sieben mal sieben mal vier Meter. «Das heisst, der Fels muss zerkleinert werden, sodass er nicht als grosser Block Richtung Tal, Richtung Gondelbahn stürzen kann», führt Patt aus.

Steinschlag und Schnee in felsigem Berggebiet.
Legende: Am Hang befindet sich noch ein grosser Felsbrocken. ZVG/Geotest AG

Wie der Felsen zerkleinert werden soll, wisse man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Momentan arbeite man einen genauen Plan aus. Dieser umfasse Felsräumungsarbeiten, sodass die Arbeiter sicher arbeiten gehen könnten, dann werde man die Situation genau analysieren.

Die Bahn bleibe wohl mehrere Tage bis zu zwei bis drei Wochen geschlossen, so Patt. Allein die Felsräumungsarbeiten dauerten zwei bis drei Tage, das Inspizieren ein paar weitere Tage.

Zugang weiterhin sichergestellt

Die Beförderung der Gäste erfolgt währenddessen über die Linie Engelberg–Gerschni–Trübsee, wie die Titlis Bergbahnen zuvor mitteilten. Damit sei der Zugang zum Titlis weiterhin sichergestellt.

Berghang mit Schlammlawine und Schneefeldern.
Legende: Im Titlis hatte sich am Freitag unterhalb des Trübsees ein Felssturz ereignet. Dabei stürzten im Gebiet Gerschniberg Schnee, Felsen und Geröll talwärts. ZVG/Geotest AG

Die Räumungsarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Gemeinde Engelberg, der Naturgefahrenkommission, Geologen sowie spezialisierten Unternehmen.

Der Felssturz geht auf den Freitagnachmittag zurück. Damals stürzten im Gebiet Gerschniberg Schnee, Felsen und Geröll talwärts. Im betroffenen Gebiet hielten sich zum Zeitpunkt des Ereignisses keine Menschen auf. Die Gondelbahn musste jedoch gesperrt werden.

SRF 4 News, 18.4.2026, 9 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel