- Das Initiativkomitee für eine sichere Ernährung hat die Kampagne für die Abstimmung am 27. September lanciert.
- Die Initiative fordert eine nationale Wasserstrategie gegen die Trockenheit. Zudem will das Bündnis den Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln von 50 auf 70 Prozent erhöhen.
- Im Parlament war das Begehren zuvor chancenlos. Nun entscheiden Volk und Stände über die Vorlage.
Das Initiativkomitee für die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» hat am Donnerstag den Abstimmungskampf für den 27. September eröffnet. Trotz des ausbleibenden Rückhalts im Parlament wirbt das Bündnis vehement für ein Ja an der Urne. Die Initiatorinnen und Initiatoren sehen dringenden Handlungsbedarf bei der inländischen Versorgung.
Mehr Unabhängigkeit auf den Tellern
Im Zentrum steht der Wunsch nach einer krisenfesten Landwirtschaft. Der Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln soll laut der Vorlage auf 70 Prozent steigen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag dieser Wert bei lediglich 50 Prozent.
Die heimischen Bauernbetriebe sind nach Ansicht des Komitees derzeit nicht darauf vorbereitet, die Bevölkerung in schweren Mangellagen autark zu ernähren.
Sorge wegen fehlender Wasserstrategie
Ein weiterer Treiber für das Begehren ist die Erderwärmung. Zwar verfügt das Land über Frühwarnsysteme für Hitzeperioden und extreme Trockenheit, eine übergeordnete Planung fehlt jedoch.
Das Komitee bezeichnet das Fehlen einer nationalen Wasserstrategie zur Absicherung der Versorgung als «bedrohlich». Nun entscheiden Volk und Stände über die Weichenstellungen in der Agrarpolitik.