- Der Grosse Rat in Genf hat ein Gesetz erlassen, dass in öffentlichen Bädern das Tragen von Burkinis verbietet.
- Der Burkini ist ein zweiteiliger Badeanzug, der den gesamten Körper bedeckt und von manchen Musliminnen zum Schwimmen getragen wird.
- Das Gesetz erlaubt neu nur noch Badeanzüge, die maximal knielang sind und die Arme frei lassen.
Das neue Gesetz, das am Donnerstagabend von der rechten Mehrheit im Grossen Rat verabschiedet wurde, nennt Burkinis zwar nicht ausdrücklich, sie werden aber faktisch verboten. So hatte es der ursprüngliche Gesetzesentwurf der SVP vorgesehen.
Die SVP begründete den Vorstoss mit der Hygiene – und man wolle ein Zeichen setzen gegen Zwang gegenüber Frauen. Die linke Ratsseite kritisiert, dass das Gesetz fremdenfeindlich sei und damit bestimmte Musliminnen aus dem öffentlichen Raum ausgeschlossen würden.