- Der Gründer der Schweizer Paraplegiker-Stiftung Guido A. Zäch ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
- Er sei im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen, teilt die Stiftung mit.
- Als Gründer und Chefarzt des Paraplegiker-Zentrums in Nottwil und der Schweizer Paraplegiker-Stiftung erreichte Zäch schweizweite Bekanntheit.
Zäch war auch als Politiker aktiv. In den 1980er-Jahren war er Mitglied des Grossen Rats im Kanton Basel-Stadt. Von 1999 bis 2003 politisierte er für die damalige CVP und den Kanton Aargau im Nationalrat.
Er gründete die Paraplegiker-Stiftung im Jahr 1975. Dazu kam 1990 das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Von 1973 bis 1989 leitete er das Paraplegiker-Zentrum Basel. Bereits in den 1960er Jahren hatte Zäch demnach als junger Arzt erstmals Kontakt mit Querschnittgelähmten. Dabei habe er die Lücken im Spital-, Sozial- und Versicherungssystem der Schweiz erkannt, schreibt die Paraplegiker-Stiftung in ihrem Nachruf.
Anfang der 2000er-Jahre kam der Mediziner mit dem Gesetz in Konflikt. Wegen mehrfacher Veruntreuung wurde Zäch vom Basler Appellationsgericht zu 16 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Das Bundesgericht bestätigte das Urteil im Jahr 2007.
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Bild 1 von 5. Zäch behandelte in Nottwil unter anderem auch den nach einem Sturz querschnittgelähmten Skirennfahrer Silvano Beltrametti. Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler.
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Bild 2 von 5. 1975 war Abfahrt-Star Roland Collombin bei Zäch im Paraplegiker-Zentrum Basel. Bildquelle: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str.
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Bild 3 von 5. 2003 verursachte der Prozess gegen Guido A. Zäch ein grosses Medienecho. Bildquelle: KEYSTONE/Markus Stuecklin.
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Bild 4 von 5. Von 1999 bis 2003 politisierte er für die damalige CVP im Nationalrat. Bildquelle: KEYSTONE/Yoshiko Kusano.
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Bild 5 von 5. «Als Mensch, Visionär und Pionier» habe Zäch durch seinen unermüdlichen Einsatz das Leben von Menschen mit Querschnittlähmung und deren Lebensqualität nachhaltig verbessert, schreibt seine Stiftung im Nachruf auf Guido A. Zäch. Bildquelle: KEYSTONE/Urs Flueeler.
Zäch trat daraufhin aus dem Stiftungsrat zurück und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Seine Vision sei es gewesen, dass Personen im Rollstuhl wieder zu selbstständigen und selbstbestimmten Persönlichkeiten werden könnten, heisst es im Nachruf der Stiftung weiter. Betroffene hätten heute Chancen und Perspektiven, die einst undenkbar gewesen wären.