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Regierungsratswahlen Bern 2026 Wahlen Kanton Bern: Geht das Bürgerliche Powerplay auf?

16 Personen wollen einen der sieben Sitze in der Berner Regierung ergattern. Wir stellen die Kandidierenden vor.

Die Ausgangslage: Am 29. März 2026 werden im Kanton Bern die Mitglieder der Kantonsregierung gewählt. Für die sieben Sitze im Regierungsrat kandidieren zehn Männer und sechs Frauen. Vier bisherige Regierungsmitglieder treten zur Wiederwahl an, drei treten ab. Nicht mehr zur Wiederwahl stehen Christoph Ammann (SP), Christine Häsler (Grüne) und Christoph Neuhaus (SVP). Eine weitere Legislatur anhängen wollen Pierre Alain Schnegg (SVP), Philippe Müller (FDP), Evi Allemann (SP) und Astrid Bärtschi (Mitte). Das bedeutet, dass SVP, SP und Grüne je einen Sitz zu besetzen haben.

Die Bisherigen

Die Bündnisse: Die Bürgerlichen gehen mit einem Fünferticket in die Wahlen. Auf diese Weise will die SVP einen dritten Sitz auf Kosten der SP ergattern. Neben Schnegg, Müller und Bärtschi stehen Daniel Bichsel (SVP) und Raphael Lanz (SVP) auf der bürgerlichen Liste. Rot-Grün hingegen steigt mit einem Viererticket in das Rennen. Damit soll mindestens der Besitzstand gewahrt werden. Neben der bisherigen Evi Allemann stehen Aline Trede (Grüne), Reto Müller (SP) und Hervé Gullotti (SP) auf dem Viererticket. Gullotti soll den garantierten Sitz des Berner Juras erobern. Aktuell hält diesen Pierre Alain Schnegg (SVP).

Die Neuen

Weitere Kandidierende: Die EVP schickt Tom Gerber und Barbara Stotzer-Wyss ins Rennen um die Sitze im Regierungsrat. Für die Grünliberalen tritt Tobias Vögeli an. Die Sigriswiler Grossrätin Madeleine Amstutz kandidiert als Parteilose, nachdem sie von der SVP ausgeschlossen wurde. Auch Jorgo Ananiadis und Melanie Hartmann von der Piratenpartei wollen einen Sitz ergattern, ebenso der selbst ernannte «König der Schweiz», Jonas Lauwiner.

Die Aussenseiter

Bürgerliche versus Rot-Grün: Die zwei grossen Blöcke haben je eine Person mehr auf der Liste als aktuell Sitze zu besetzen sind. Machen die beiden Blöcke die Wahlen unter sich aus? «Historisch gesehen hatte im Kanton Bern nie eine andere Partei die Chance, in die Regierung zu kommen», sagt Marc Bühlmann, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Bern.

Wer hat die besten Chancen? Die Vergangenheit hat gezeigt: Bisherige werden nicht abgewählt. Setzt sich diese Entwicklung fort, müssen Pierre Alain Schnegg, Philippe Müller, Evi Allemann und Astrid Bärtschi nicht um ihre Wiederwahl bangen. Bleiben also drei Sitze übrig – und damit die Frage: Schaffen es die Bürgerlichen, den Linken einen Sitz abzujagen? Und falls ja: Macht der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz oder Daniel Bichsel, Gemeindepräsident von Zollikofen, das Rennen? Aktuelle Umfragen deuten daraufhin, dass die Bürgerlichen keinen zusätzlichen Sitz erobern werden. Doch klare Antworten liefert erst der Wahltag.

Ein goldener Bär als Türfalle.
Legende: Bürgerliche oder Rot-Grün: Für welche Partei brechen goldene Zeiten an? Keystone/Peter Klaunzer

Schweiz Aktuell, 05.03.2026, 19 Uhr ; 

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