RhB-Zug entgleist wegen Erdrutsch – 11 Verletzte

In Graubünden ist ein Personenzug der Rhätischen Bahn (RhB) entgleist. Ursache war ein Erdrutsch. Fünf Passagiere wurden schwer verletzt, sechs weitere leicht. Die 140 Passagiere konnten bis zum späten Nachmittag alle geborgen werden.

Liveticker

Flugzeugabsturz im Osten der Ukraine

Der Ticker ist abgeschlossen.

Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Beim Absturz starben 283 Passagier und 15 Besatzungsmitglieder
  • Absturzursache vorerst weiterhin unklar
  • Indizien deuten auf einen Abschuss mit einer Boden-Luft-Rakete hin
  • Neuer Versuch der OSZE-Beobachter ungehindert an der Unglücksstelle zu arbeiten
  • Separatisten beginnen mit dem Abtransport der Leichen
  • Moskau fordert neutrale Untersuchung und Offenlegung aller Dokumente
  • Australien droht mit Ausladung Putins vom G20-Gipfel
  • Malaysia Airlines ersetzt alle stornierten Tickets
  • 23 :58

    Zusammenfassung des Abends

    Das wars für den Moment. Besten Dank fürs Mitlesen hier im Newsticker. In diesem Artikel finden Sie eine Zusammenfassung der Ereignisse von Tag 1 nach dem Absturz der MH17. Und hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Absturz des Passagierjets.

    Neuigkeiten gibt es weiterhin laufend auf srf.ch/news und in den Morgensendungen von Radio SRF.

    Ein prorussischer Separatist steht in einem Feld mit Flugzeugtrümmern. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Überall Trümmer: Auch nach Tag 1 sind noch viele Fragen zum Absturz der MH17 offen. Reuters

  • 23 :12

    Wie sich Passagierflieger vor ungeplanten Abschüssen schützen

    Video

    So funktionieren Radartransponder

    0:20 min, vom 18.7.2014

  • 23 :00

    Britischer Premier telefoniert mit US-Präsident Obama

    Die USA und Grossbritannien sprechen sich für eine unabhängige Untersuchung und einen vollständigen Zugang zur Unglücksstelle aus.

  • 22 :05

    Ukrainischer Parlamentspräsident fordert moderne Waffen

    Nach dem MH17-Absturz hat der ukrainische Parlamentspräsident Alexander Turtschinow den Westen zu Waffenlieferungen an die Regierung in Kiew aufgefordert. Die internationale Gemeinschaft müsse die prowestliche Führung mehr unterstützen im Kampf gegen prorussische «Terroristen», sagte er in Kiew. «Dafür sollen moderne Waffen und Kampftechnik an uns geliefert werden.» Mit Präzisionswaffen könnte das Kriegsgerät der Aufständischen binnen Tagen zerstört werden. «Sie hätten auch den Absturz der Boeing verhindert», sagte er.

    Die Separatisten bezeichneten unterdessen den angeblichen Mitschnitt eines Gesprächs, das die Aufständischen als Urheber des Abschusses überführen soll, als Fälschung. «Die Aufzeichnung wurde grob montiert», sagte Oleg Zarjow von der «Volkswehr». Möglicherweise seien einige Passagen echt, allerdings handele es sich dabei um einen Kampfjet und nicht um das Passagierflugzeug mit 298 Insassen.

    In der ostukrainischen Region Lugansk lieferten sich militante Gruppen und Regierungseinheiten derweil weiter schwere Gefechte. Dabei kamen auch zahlreiche Zivilisten ums Leben, wie die Verwaltung mitteilte. (dpa)

    Drei Männer sprechen vor den Medien. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Der ukrainische Parlamentspräsident Alexander Turtschinow (links) spricht Anfang März 2014 vor den Medien. Reuters

  • 21 :35

    Forscher befürchten Rückschlag

    108 der 298 Passagiere an Bord der MH17 waren Aids-Forscher, unterwegs zur 20. Internationalen Aids-Konferenz im australischen Melbourne. Das Onlineportal «The Australian» zitiert denn auch einen Wissenschaftler, der befürchtet, dass der Absturz sich auch negativ auf die Aids-Forschung auswirken könnte: «In diesem Feld der Wissenschaft bewegen einzelne Forscher Berge.»

  • 21 :21

    Internationaler Luftfahrtverband wehrt sich

    Der Direktor des Internationalen Luftfahrtverbands (IATA), Tony Tyler, hat sich tief betroffen gezeigt über den Absturz der MH17. Zur Wahl der Flugroute sagte Tyler, Fluggesellschaften müssten sich auf Regierungen und Luftverkehrskontrollen verlassen können. Keine Fluggesellschaft würde die Sicherheit ihrer Passagiere und der Besatzung gefährden, nur um Treibstoff zu sparen, hiess in einer IATA-Mitteilung. Sicherheit habe immer oberste Priorität.

    Wenn es aber darum gehe, zu beurteilen, welche Flugrouten sicher seien und welche nicht, seien Fluggesellschaften von Regierungen und Luftverkehrskontrollinstanzen abhängig. «Es ist so ähnlich wie beim Autofahren. Ist die Strasse offen, so geht man davon aus, dass sie sicher ist. Ist sie geschlossen, sucht man eine Ausweichroute», wurde Tyler in der Mitteilung zitiert. (sda)

    Porträt von Tony Tyler, Direktor des Internationalen Luftfahrtverbands. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Tony Tyler, Direktor des Internationalen Luftfahrtverbands, verteidigt die gewählte Flugroute von MH17. Reuters

  • 21 :09

    Bizarre Situation an der Unglücksstelle

    Zusammen mit Rebellenführer durften heute auch Journalisten erstmals zu den Trümmerteilen der MH17 vordringen. Dort präsentierte sich ihnen ein Bild des Schreckens – und in den abstrakten Wrackteilen auch immer wieder Herzergreifendes, wie zum Beispiel dieser Plüschaffe eines kleinen Passagiers. An Bord der MH17 befanden sich unter anderem über 80 Kinder.

    Ein prorussischer Separatistenführer hält einen Plüschaffen in die Höhe. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Reuters

  • 20 :47

    EU weitet Sanktionen gegen Russland aus

    Die EU hat wie beim Gipfeltreffen beschlossen die Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise verschärft. Der Ministerrat habe am Freitag die rechtliche Basis für restriktive Massnahmen ausgeweitet, teilte der Rat in Brüssel mit. «Das macht den Weg frei, um Vermögen von Unternehmen einzufrieren, die materiell oder finanziell Aktionen unterstützen, die sich gegen die Einheit und Unabhängigkeit der Ukraine richten», hiess es in der Mitteilung. Ende Juli werde der Rat eine konkrete Liste mit Namen beschliessen.

    Es gelten nun auch gegen insgesamt 72 Russen und prorussische Ukrainer Einreiseverbote und Kontensperrungen. Damit reagierte die EU auf die Besetzung der Krim und die Destabilisierung in der Ostukraine. Betroffen sind unter anderem Russen, die die Annexion der Krim vorantrieben, sowie prorussische Separatistenführer. (dpa)

  • 20 :03

    «Es war höchstwahrscheinlich ein Unfall»

    Viele Fragen sind nach dem Abschuss der MH17 noch offen. Die Frage nach dem Hergang ist dabei eine der zentralsten. Für den Präsidenten der Schweizer Luftwaffen-Offiziere ist klar: Es war höchstwahrscheinlich ein unglücklicher Zufall. Die Bedienung des Buk-Raketensystems sei zu komplex, urteilt Fabian Ochsner. Als Urheber kommen dabei bereits ausgebildete Separatisten in Frage. Ochsner hält es aber auch für möglich, dass die Rebellen Unterstützung durch russische Berater hatten oder Russen im Extremfall das System selber bedient haben.

    Video

    Fabian Ochsner, Präsident der Schweizer Luftwaffen-Offiziere

    0:35 min, vom 18.7.2014

  • 19 :58

    «Untersuchung dürfte länger als ein Jahr dauern»

    Video

    SRF-Korrespondent Christof Franzen zum Absturz der MH17

    1:04 min, vom 18.7.2014

  • 19 :34

    OSZE-Beobachter beschweren sich

    Die rund 20 Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) – darunter auch Schweizer Diplomanten, die heute an der Absturzstelle eintrafen, beklagen sich: Prorussische Separatisten hätten ihnen den vollständigen Zugang zur Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs in der Ostukraine verwehrt. Die Beobachter könnten sich nicht uneingeschränkt bewegen, liess die OSZE verlauten. Sie sollten über die Situation vor Ort berichten. Die Führung der Separatisten hatten ihnen zuvor freien Zugang zum Unglücksort zugesichert. (dpa)

  • 19 :09

    Auf normaler Route unterwegs

    Eine Auswertung der Flugrouten anhand des Routenportals flightradar24.com zeigt, dass die Maschine der Malaysian Airlines durchaus auf dem gängigen Flugweg nach Kuala Lumpur unterwegs war.

  • 18 :31

    Auswirkungen auch auf die Börse

    Der Abschuss des MH17-Passagierflugzeuges und die Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten haben die Schweizer Börse gebremst. «Es ist jede Menge Unsicherheit im Markt. Die gute Stimmung ist endgültig dahin», sagte ein Händler. Die Kaufbereitschaft der Anleger war gering. Niemand wollte das mit einer möglichen Krisenverschärfung über das Wochenende verbundene Risiko eingehen. (reu)

  • 18 :25

    «Schande unaussprechlicher Grösse»

    Es müsse eine glaubwürdige internationale Untersuchung des Vorfalls geben und die Ermittler dürften dabei nicht behindert werden, sagte US-Präsident Obama in Washington. Eine militärische Rolle der USA in dem Konflikt sehe er nach wie vor nicht. Der Absturz der Maschine sei «eine globale Tragödie» und eine «Schande unaussprechlicher Grösse». (dpa)

  • 18 :13

    «Putin hat die grösste Macht»

    «Das ist ein Weckruf für Europa und die ganze Welt, diesen Konflikt in der Ukraine nun zu einem friedlichen Ende zu bringen. Präsident Putin hat die grösste Kontrolle über diese Region. Separatisten können nicht Flugzeuge abschiessen ohne Ausrüstung und Training aus Russland», sagt US-Präsident Obama vor Medienvertreten.

  • 18 :06

    Obama verlangt sofortige Waffenruhe

    Nach dem Abschuss eines Passagierflugzeuges über der Ukraine hat US-Präsident Barack Obama eine sofortige Waffenruhe gefordert. Die Rakete, die das Flugzeug abgeschossen habe, sei aus einem von Separatisten kontrollierten Gebiet abgefeuert worden, sagte Obama im Weissen Haus. Unter den Todesopfern an Bord der MH17 befinde sich auch ein Amerikaner.

    Video

    Obama macht Moskau mitverantwortlich (englisch)

    1:46 min, vom 18.7.2014

  • 17 :55

    LIVE: US-Präsident spricht zum Flugzeugabsturz

  • 17 :46

    Russland wehrt sich erneut

    Das russische Verteidigungsministerium hat eine angebliche Verlegung von «Buk»-Flugabwehrsystemen in das ostukrainische Separatistengebiet strikt zurückgewiesen. Moskau habe weder den Abwehrkomplex noch sonstiges Kriegsgerät in das Nachbarland geschafft, sagte ein Sprecher am Freitag der Agentur Interfax. Mit einer «Buk»-Rakete könnte nach Meinung von Experten das malaysische Passagierflugzeug mit 289 Insassen abgeschossen worden sein.

    An der Absturzstelle nahe Grabowo trafen unterdessen Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ein. Die etwa 20 Beobachter hätten mit Rettungskräften mit der Untersuchung des Wracks begonnen. (dpa)

  • 17 :33

    Blumen und Tränen in Amsterdam

    Die Niederlande trauern um die Opfer von Flug MH17. In der Abflughalle 3 am Amsterdamer Flughafen Schiphol liegen Blumen und Briefe. «Liebe Therese, wir fahren heute nach Costa Rica, auf den Spuren von dir und deiner Familie.», steht auf einer Karte geschrieben.

    Blumen am Boden. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Am Flughafen Schipol in Amsterdam haben Personen Blumen und Trauerbotschaften niedergelegt. SRF

  • 17 :19

    «Militärische Intervention ist denkbar»

    «Falls tatsächlich Separatisten eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben, wäre dies ein Novum in der Geschichte von Konflikten mit bewaffneten Milizen», analysiert SRF-Korrespondent Fredy Gsteiger. Die USA, EU und die internationale Gemeinschaft seien nun zum Handeln aufgefordert. Eine militärische Intervention zur Sicherstellung der Boden-Luft-Raketen sei denkbar.

  • 17 :15

    Kämpfe dauern an – 20 Tote in Lugansk

    Auch nach dem Flugzeugabsturz haben sich Regierungseinheiten und prorussische Separatisten in dem Konfliktgebiet heftige Gefechte geliefert. Bei Kämpfen in Lugansk seien allein am Freitag mehr als 20 Zivilisten getötet worden, teilte die Stadtverwaltung mit. In Lissitschansk bei Lugansk geriet nach Artilleriebeschuss eine Raffinerie in Brand. Die Arbeiter seien in Schutzkeller geflüchtet, berichtete die Zeitung «Segodnja».

    Die Aufständischen sprachen ebenfalls von Raketenwerfersalven im benachbarten Ort Sewerodonezk. Nach dem Beschuss eines Umspannwerks in Lugansk sei in 85 Prozent der Grossstadt der Strom ausgefallen, hiess es. Die fehlende Energie habe zum zeitweiligen Ausfall der Wasserversorgung geführt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Regierungstruppen würden den Ring um die Stadt immer enger ziehen, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Andrej Lyssenko. In Marinowka nahe Donezk versuchten Regierungstruppen, zu eingeschlossenen Einheiten vorzudringen. Die Sicherheitskräfte sollen nahe der Grenze zu Russland von Aufständischen eingekesselt sein. (dpa)

  • 17 :05

    «Kein fahrlässiges Überfliegen»

    Airlines würden nicht leichtfertig Krisengebiete überfliegen, sagte ein Sprecher der deutschen Pilotenvereinigung. «Es gibt bei den Airlines sogenannte Sicherheitsbewertungen, die sich zum Beispiel mit dem Risiko von Raketenangriffen beschäftigen. Bisher ging man davon aus, dass der Angriff von sogenannten schultergestützten Raketen erfolgt – sogenannten MANPADs, die aber nicht höher als vier Kilometer schiessen können.» Ein Flugzeug fliege aber in einer Reiseflughöhe von zehn bis elf Kilometern. Insofern gehöre es zum Krisengeschäft, Krisengebiete zu überfliegen.

    Video

    Deutscher Pilotensprecher verteidigt Vorgehen

    0:28 min, vom 18.7.2014

  • 16 :57

    EU-Krisengruppe einberufen

    Die EU-Kommission hat nach dem Flugzeugabsturz das Krisengremium für die Europäische Luftfahrt (EACCC) einberufen. Die Gruppe sei aktiviert worden, um die Auswirkungen auf den Luftverkehr zu koordinieren, sagte der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas. Aufgabe der Gruppe ist es, die Sicherheit von Flügen zu garantieren. «Ich möchte allen Fluggästen versichern, dass es sicher ist, zu fliegen», sagte Kallas. Das Krisengremium wird nach EU-Angaben bei aussergewöhnlichen Umständen zusammengerufen. Es soll dazu beitragen, Krisensituationen zu bewältigen, die den EU-Luftverkehr beeinträchtigen. Mitglieder sind unter anderem EU-Vertreter, die Europäischen Agentur für Flugsicherheit, Eurocontrol und verschiedenen Experten. (dpa)

  • 16 :37

    Ukraine erhöhte Flughöhe für Passagierjets stetig

    Nach Angaben von Eurocontrol war die Region in der Ostukraine seit dem 1. Juli teilweise für den Flugverkehr gesperrt. Flugzeuge mussten höher als 26'000 Fuss fliegen. Flüge darunter waren von der Ukraine verboten worden. Am 14. Juli wurden die 26'000 Fuss auf 32'000 Fuss erhöht. Warum die Ukraine das Flugverbot angehoben hat, sei in Brüssel nicht bekannt, berichtet SRF-Korrespondent Oliver Washington. Seit dem 1. Juli hat ein Viertel aller Fluggesellschaften die Ukraine umflogen. Die Swiss gehört nicht dazu.

  • 16 :20

    UNO-Sicherheitsrat fordert Untersuchung

    Das 15-köpfige Gremium fordert eine «vollständige und unabhängige Untersuchung» und bittet Parteien, Zugang zum Unglücksort des Wracks zu gewähren. Laut Angaben hatte Grossbritannen die UNO-Stellungnahme bereits am Donnerstag verfasst, doch Russland forderte mehr Zeit für seine Zustimmung.

  • 15 :53

    Radprofi entgeht beiden Unglücken

    Der niederländische Radsport-Profi Maarten de Jonge ist nach eigenen Angaben nur durch Zufall beiden Unglücksflügen von Malaysia Airlines in diesem Jahr entgangen. Weil ihm der Flug vom Donnerstag zu teuer war, buchte der 29-Jährige kurzfristig um. Auch den Flug MH370 am 8. März dieses Jahres hatte er kurzfristig umgebucht. Am Sonntag will der Radrennfahrer trotzdem nach Kuala Lumpur fliegen. «Ich habe jetzt zweimal Glück gehabt, ein drittes Mal geht es auch gut», sagte er dem «Algemeen Dagblad».

  • 15 :42

    OSZE-Beobachter vor Ort

    Laut Angaben der OSZE sind nun 30 Vertreter per Helikopter beim Wrackteil eingetroffen. Sie haben sich mit Vertretern der Ukraine und Russland getroffen und mit den Separatisten per Videokonferenz Kontakt aufgenommen, berichtet ein OSZE-Mitarbeiter.

  • 15 :37

    189 Niederländer unter Opfern

    Die Zahl der getöteten Niederländer erhöht sich erneut. Die Nationalität ist nur bei vier Opfern noch ungeklärt.

    • 189 Niederländer
    • 44 Malaysier
    • 27 Australier
    • 12 Indonesier
    • 9 Briten
    • 4 Belgier
    • 4 Deutsche
    • 3 Philippiner
    • 1 Kanadier
    • 1 Neuseeländer

    Die Niederlande sind entsetzt und trauern. Die Angehörigen werden von Psychologen betreut. Niederländische Experten sollten noch am Freitag in die Ostukraine reisen. Auch Forensiker sollen rasch am Ort des Unglücks eintreffen, um Opfer zu identifizieren, gibt die Regierung bekannt. Premierminister Mark Rutte und Aussenminister Frans Timmermans werden um 16 Uhr eine Medienkonferenz abhalten.

    Video

    Blumen vor niederländischer Botschaft in Kiew (unkommentiert)

    0:07 min, vom 18.7.2014

  • 15 :18

    Gespräche und Einschätzungen zum Absturz

    Radio SRF 4 News hat alle Gespräche und Einschätzungen zum Unglück als Audio-Beiträge zum Nachhören online gestellt.

  • 15 :11

    Separatisten schirmen Wrack ab

    An der Absturzstelle nahe der ostukrainischen Ortschaft Grabowo werden noch am Freitag OSZE-Beobachter erwartet. Doch offenbar wird nicht allen Experten Zugang gewährt. «Wir werden etwa 17 OSZE-Vertreter und 4 Ukrainer zum Wrack lassen.» Dies kündigte der selbst ernannte Premierminister der nicht anerkannten «Volksrepublik» Donezk, Alexander Borodaj, an.

    Video

    Der Absturz der MH17

    2:01 min, vom 18.7.2014

  • 14 :50

    US-Geheimdienst verdächtigt Separatisten

    Das über der Ukraine abgestürzte Passagierflugzeug ist nach Angaben von US-Geheimdiensten sehr wahrscheinlich von pro-russischen Separatisten abgeschossen worden. Das geht nach Angaben des Senders CNN aus einem vorläufigen Geheimdienstbericht hervor.

  • 14 :25

    Putin fordert Verhandlungen

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat die ukrainischen Konfliktparteien nachdrücklich zu einem Ende der Kampfhandlungen und sofortigen Friedensgesprächen aufgefordert. Die Konfliktparteien sollten «so schnell wie möglich direkte Kontakte aufnehmen», sagte Putin bei einem Treffen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill. (dpa)

    Porträt von Präsident Putin. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Russlands Präsident Putin fordert die Konfliktparteien in der Ukraine zu Verhandlungen auf. Keystone

  • 14 :18

    Australierin verliert Angehörige in MH370 und MH17

    Unfassbarer Schicksalsschlag: Eine Australierin, die ihren Bruder in der verschwundenen Malaysia-Air-Maschine MH 370 verlor, hatte auch Angehörige in MH17. Wie ein Angehöriger der Nachrichtenagentur AP schilderte, starb nun die Stieftochter der Frau an Bord der vermutlich abgeschossenen Maschine. Sie sei mit ihrer Familie auf dem Heimweg von einer vierwöchigen Ferienreise in Europa gewesen.

  • 13 :59

    Flügel mit Einschusslöchern

    Ein Abschuss des MH17 wird immer wahrscheinlicher. Laut der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti wurden an Flügelteilen des Wracks Schrapnellspuren entdeckt. Von welcher Waffe diese stammen, kann jedoch noch nicht gesagt werden.

  • 13 :31

    Verdächtige Telefonmitschnitte belasten Separatisten

    Bereits gestern Abend veröffentlichte der ukrainische Geheimdienst abgehörte Telefongespräche. Falls die Telefonmitschnitte echt sind, würden sie belegen, dass die Separatisten anfangs überzeugt waren, ein ukrainisches Militärflugzeug abgeschossen zu haben. Dann sprachen sie von einem zivilen Flugzeug.

    Video

    Verdächtige Telefonmitschnitte

    0:58 min, vom 18.7.2014

  • 13 :11

    Burkhalter: «Wir organisieren eine Übergabe der Blackbox»

    «Wir haben 30 OSZE-Beobachter zur Unglücksstelle geschickt», sagt OSZE-Präsident Didier Burkhalter zu SRF. Sie würden am Nachmittag vor Ort sein und die Untersuchungen sicherstellen sowie einen Korridor von Donezk zum Untersuchungsort sichern. Die Blackbox – der Flugschreiber – sei momentan bei den Separatisten. «Im Moment sind wir mit ihnen in Kontakt, um eine Übergabe zu organisieren.»

    Laut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko haben die Separatisten allerdings angekündigt, die Black Box zunächst nach Moskau zu schicken. Er wirft ihnen deshalb Vertuschung vor. Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat den Separatisten eine massive Behinderung der Helfer an der Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs vorgeworfen.

    Video

    Burkhalter schickt OSZE-Beobachter zur Absturzstelle

    2:33 min, vom 18.7.2014

  • 12 :56

    Ukraine weist Vorwürfe zurück

    Von den Vorwürfen aus Russland will die Ukraine nichts wissen. Das Flugzeug habe sich ausserhalb der Reichweite ukrainischer Luftabwehrsysteme befunden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew. Raketen seien zudem grundsätzlich nicht während des Einsatzes gegen die prorussischen Separatisten eingesetzt worden.

  • 12 :47

    Trotz Trauer um Kollegen: Aids-Konferenz soll stattfinden

    Die Tragödie in der Tragödie: An Bord von MH17 waren nach bisherigen Informationen rund 100 Teilnehmer der Weltaidskonferenz, die am kommenden Sonntag in Melbourne beginnt – Aktivisten, aber auch namhafte Forscher im Kampf gegen die Krankheit. Die Veranstalter reagierten mit Schock und Trauer. Die Konferenz wird aber trotzdem stattfinden. Im Gedenken an die Hingabe der verunglückten Kollegen im Kampf gegen Aids habe man beschlossen, die Konferenz abzuhalten, teilte die Internationale Aids-Gesellschaft in Melbourne mit. Der Direktor von UNAIDS, Michel Sidibé, zeigt sich tief betroffen:

  • 12 :44

    181 Opfer geborgen

    Rettungskräfte haben einen grossen Teil der Leichen gefunden. Bis zum Freitagmittag seien 181 Tote geborgen worden, teilte das ukrainische Aussenministerium nach Angaben laut der Agentur Interfax mit. Nach Angaben der Separatisten liegen die Leichen in einem Radius von zwölf Kilometern verstreut.

    Video

    Helfer suchen nach Opfern

    1:01 min, vom 18.7.2014

  • 12 :38

    Schwerstes Flugzeugunglück in Europa seit 1985

    Der Absturz der Boeing 777 ist die schwerste Flugzeug-Katastrophe in Europa seit fast 30 Jahren. Am 23. Juni 1985 war eine Boeing 747 der Air India auf dem Flug von Montreal nach London nach einer Sprengstoffexplosion in 10'000 Meter Höhe auseinandergebrochen und südwestlich der irischen Küste ins Meer gestürzt. Damals starben 329 Insassen. Sieben Jahre später wurde in Indien ein Sikh-Terrorist als mutmasslicher Bombenleger festgenommen.

    Flaggen auf Halbmast. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: In den Niederlanden wehen die Flaggen auf Halbmast. Im Bild das Regierungsgebäude in Den Haag. Keystone

  • 12 :15

    Russland berichtet von Radarbildern

    Das russische Verteidigungsministerium hat nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA zum Zeitpunkt des Absturzes der malaysischen Passagiermaschine Radar-Aktivitäten einer ukrainischen Raketen-Stellung registriert. Dabei habe es sich um ein Raketensystem vom Typ «Buk» gehandelt, das zur Abwehr von Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Marschflugkörpern dient.

  • 12 :04

    Familie überlebt durch Zufall

    Eine britische Familie verdankt ihr Leben dem Zufall. Weil die Maschine überbucht war, änderte sie im letzten Moment ihre Reisepläne. Weitere Informationen aus den sozialen Medien.

  • 11 :56

    Malaysia entsendet 62 Helfer zur Absturzstelle

    Malaysia will die Bergungsarbeiten in der Ostukraine mit 62 Helfern unterstützen. Die OSZE schickt ebenfalls Beobachter vor Ort, zudem hat sie heute Mittag eine Sondersitzung in Wien einberufen. Auch der UNO-Sicherheitsrat will sich heute Nachmittag um 16 Uhr treffen.

  • 11 :46

    Neue Fakten zu den Nationalitäten der Opfer

    Nach Angaben des malaysischen Transportministers Liow Tiong Lai handelt es sich bei den Absturzopfern um

    • 173 Niederländer
    • 44 Malaysier
    • 27 Australier
    • 12 Indonesier
    • 9 Briten
    • 4 Deutsche
    • 4 Belgier
    • 3 Philippiner
    • 1 Kanadier und
    • 1 Neuseeländer.

    Insgesamt kamen nach Angaben der Fluggesellschaft Malaysia Airlines 298 Menschen ums Leben. Australien hatte zuvor von 28 australischen Opfern gesprochen. Noch sei nicht bei allen Passagieren die Nationalität festgestellt worden, sagte der malaysische Minister.

  • 11 :21

    Führt die Spur nach Russland?

    Die prorussischen Separatisten haben nach Kenntnis ukrainischer Behörden keine Raketenflugabwehrsysteme vom Typ «Buk» für den Abschuss von Flugzeugen in ihrem Besitz gehabt. Nach offiziellen Angaben aus Kiew hatten die Separatisten zwar im Juni eine «Buk»-Anlage erobert. Diese sei allerdings nicht funktionsfähig gewesen. Aus Sicht der Ukraine führt die Spur nach Russland.

    «Buk»-Anlage Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Die Separatisten gaben an, eine «Buk»-Anlage in ihrem Besitz zu haben – das ukrainische Militär bestreitet dies. Keystone/archiv

  • 11 :14

    Die jüngsten Entwicklungen

    Willkommen zum Liveticker. Wir berichten laufend über die neusten Entwicklungen zum Flugzeug, das am Donnerstagabend in der Ostukraine abgeschossen wurde. Ob die MH17 von pro-russischen Kämpfern oder Truppen der Ukraine abgeschossen wurde, ist derzeit noch unklar. Mehr zu den Schuldzuweisungen und möglichen Beweisen.

    Viele Fragen sich, warum Passagierflugzeuge überhaupt über ein Krisengebiet fliegen – Antworten dazu gibt es hier. Auch die wichtigsten Facts haben wir zusammengestellt. Die Ereignisse von Donnerstagabend finden Sie weiter unten im Ticker.

  • 0 :04

    Zusammenfassung des Abends

    Das wars für den Moment. Besten Dank fürs Mitlesen hier im Newsticker. Hier finden Sie eine Übersicht der Ereignisse des Abends.

    Neuigkeiten gibt es weiterhin laufend auf srf.ch/news und in den Morgensendungen von Radio SRF.

    Ein russischer Separatist steht auf einem Flugzeugwrack. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Ein russischer Separatist steht auf einem Flugzeugwrack. Reuters

  • 0 :02

    Obama spricht mit ukrainischem Präsident

    Unterwegs von Delaware nach New York telefoniert US-Präsident Barack Obama aus seiner Airforce 1 mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Diesem sicherte Obama seine Unterstützung bei der Aufklärung des Absturzes zu. (reu)

  • 23 :55

    Opferzahl erhöht

    Bei dem Absturz des Flugzeugs über der Ukraine sind nach Angaben der Fluggesellschaft 298 Menschen ums Leben gekommen. Von den Opfern kamen nach bisherigen Angaben 154 aus den Niederlanden.

    An Bord waren ausserdem 27 Australier, 23 Malaysier, 11 Indonesier, 6 Briten, 4 Belgier, 4 Deutsche, 3 Philippiner und ein Kanadier, wie der Vizepräsident der Fluggesellschaft Malaysia Airlines Europe, Huib Gorter, am Donnerstagabend am Amsterdamer Flughafen Schiphol mitteilte.

    Von den anderen Passagieren steht die Nationalität noch nicht fest. Dem Eidgenössischen Aussendepartement (EDA) lagen bis am Abend keine Angaben über Schweizer Opfer vor. An Bord des Flugzeuges waren 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder. (sda)

  • 23 :48

    Es wäre nicht das erste Mal

    In der Geschichte der zivilen Luftfahrt sind seit dem Zweiten Weltkrieg mehrere Abschüsse von Passagierflugzeugen bekannt geworden.

    Video

    Frühere Abschüsse von Passagierflugzeugen

    5:55 min, aus 10vor10 vom 17.7.2014

  • 23 :26

    Putin weist Ukraine die Schuld zu

    Kremlchef Wladimir Putin hat der Ukraine die Verantwortung für den Absturz des malaysischen Passagierflugzeuges zugeschrieben. «Diese Tragödie wäre nicht passiert, wenn es auf dieser Erde Frieden gäbe, wenn nicht die Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine wieder aufgenommen worden wären», sagte Putin. Er habe den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko immer wieder aufgefordert, die Waffenruhe zu erneuern.

  • 23 :24

    Malaysischer Premierminister spricht mit Obama

    In Malaysia hat der Premierminister Najib Razak unterdessen einen Krisenstab eingerichtet. Ausserdem sende das Land ein Team von Spezialisten nach Kiew, um den Absturz zu untersuchen.

  • 23 :18

    USA präzisieren Abschuss-Vermutung

    Der Absturz eines Passagierflugzeugs über der Ukraine wurde nach Einschätzung des US-Geheimdienstes durch eine Rakete verursacht, berichtete die «Washington Post». Weitere Angaben machte der namentlich ungenannte Geheimdienstbeamte den Angaben zufolge nicht.

    Ein namentlich nicht genannter US-Beamter sagte zudem gegenüber dem Sender CNN, ein Radar habe registriert, wie ein Luft-Boden-Raketensystem ein Flugzeug ins Visier genommen habe – unmittelbar vor dem Absturz von Flug MH17. Ein zweites Radarsystem zeige deutliche Veränderungen auf einem Wärmebild zum Zeitpunkt, als das Flugzeug getroffen wurde.

  • 23 :02

    Tote beim Absturz: Mehrzahl sind Niederländer

    Ein Sprecher des Amsterdamer Flughafens hat folgende Angaben zu den Nationalitäten der gestorbenen Personen veröffentlicht:

    • 154 Niederländer
    • 27 Australier
    • 23 Malaysier
    • 11 Indonesier
    • 6 Briten
    • 4 Deutsche
    • 4 Belgier
    • 3 Philippiner
    • 1 Kanadier
    • Rest unbekannt (62 Personen)
  • 22 :57

    US-Vizepräsident spricht von gezieltem Abschuss

    «Der Flugzeugabsturz war kein Unfall», betonte der US-Vizepräsident Joe Biden in einer Rede in Detroit. Vielmehr sei die Maschine «vom Himmel geholt worden». Als erstes werde nun abgeklärt, ob amerikanische Landsleute mit an Bord der Maschine waren.

  • 22 :47

    UNO-Sicherheitsrat tagt

    Laut Angaben von Diplomaten kommt der UNO-Sicherheitsrat am Freitag zu einem ausserordentlichen Treffen zusammen. Anfänglich auf 21 Uhr ist das Treffen offenbar unterdessen auf den Morgen vorverschoben worden.

  • 22 :34

    Auch Nato fordert umfassende Klärung

    Neben der EU fordert auch die Nato eine internationale Untersuchung des Absturzes der Passagiermaschine der Malaysia Airlines in der Ukraine. «Es ist wichtig, dass sofort und ohne Behinderung eine umfassende internationale Untersuchung auf den Weg gebracht wird, um die Fakten festzustellen (...)», erklärte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel. Die Umstände des Absturzes mit 295 Toten in der Ostukraine seien noch nicht deutlich. Von Russland unterstützte Separatisten trügen aber dazu bei, dass die Lage in der Region zunehmend gefährlicher werde.

  • 22 :28

    Trauer am Flughafen Schiphol

    Am Amsterdamer Flughafen Schiphol hatten sich rund 100 Angehörige von Passagieren der abgestürzten Unglücksmaschine versammelt. Ratlos, tief bestürzt und weinend meldeten sich Freunde und Verwandte am Informationsschalter, wie das niederländische Fernsehen berichtete. «Ich habe gehört, dass ich mich hier melden soll», sagt eine Frau. «Mein Schwager sass in der Maschine.» An Bord der abgestürzten Maschine von Malaysian Airlines sollen unter den 280 Passagieren und 15 Besatzungsmitgliedern auch mehrere Dutzend Niederländer gewesen sein.

    Freunde und Familien möglicher Opfer wurden später in zwei Bussen in Begleitung einer Polizeieskorte zu einem nicht genannten Ort gefahren. Journalisten hatten dort keinen Zutritt. Dort sollten sie über das Unglück informiert werden, teilte der Flughafen mit. Reiseveranstalter und das Aussenministerin richteten für Angehörige eine Sondertelefonnummer ein. (dpa)

    Trauer am Flughafen Schiphol. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Rund 100 Angehörige von Passagieren der Unglücksmaschine haben sich am Amsterdamer Flughafen Schiphol versammelt. Reuters

  • 22 :19

    Bundeskanzlerin Merkel schockiert

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich schockiert über den Flugzeugabsturz in der Ostukraine gezeigt und eine umgehende und unabhängige Untersuchung gefordert. Merkel trauere um die Opfer des Absturzes der malaysischen Passagiermaschine, ihr Mitgefühl gelte den Angehörigen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

    Schockierend seien auch die mutmasslichen Umstände, wonach das Flugzeug aus grosser Höhe abgeschossen worden sein soll. «Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so stelle sie eine weitere, tragische Eskalation des Konfliktes im Osten der Ukraine dar.» (dpa)

  • 22 :16

    Klitschko trauert in Kiew

    Der frühere Boxweltmeister und heutige Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, sprach von einer «Tragödie dramatischen Ausmasses, die die ganze Welt betrifft». Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt «endgültig verstehen, dass es sich hier um einen Krieg handelt und Russland mit hochmodernen Waffen und ausgebildeten Kämpfern in diesen Krieg eingreift», sagte Klitschko der «Bild»-Zeitung. (dpa)

  • 22 :09

    Luftraum über der Ukraine geschlossen

    Die europäische Luftraumbehörde Eurocontrol teilt mit, der Luftraum über der gesamten Ukraine sei nun geschlossen. Zuvor hatten bereits die ukrainischen Behörden eine ähnliche Meldung für den Osten des Landes veröffentlicht. (afp)

  • 21 :54

    Schweiz drückt Beileid aus

    Auch die Schweiz drückte den Familien und Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes ihr Beileid aus, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstagabend mitteilte. Noch ist unklar, ob sich auch Schweizer an Bord der Maschine befanden. (sda)

  • 21 :47

    Vorübergehende Waffenruhe

    Prorussische Separatisten haben offenbar einem Waffenstillstand von zwei bis drei Tagen im Osten der Ukraine zugestimmt. Dies soll den Hilfskräften erlauben, die Absturzstelle zu untersuchen, teilte ein Rebellenführer der russischen Nachrichtenagentur RIA mit. Zudem seien die Rebellen mit ukrainischen Behörden im Gespräch, um internationalen Hilfsorganisationen Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. (reu)

  • 21 :20

    USA bieten Hilfe an

    US-Vizepräsident Joe Biden hat nach dem Absturz des Passagierflugzeugs MH17 mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gesprochen. Er bot ihm Hilfe bei der Aufklärung des Unglücks an, teilte das Weisse Haus mit. Die US-Regierung sagt derzeit noch nicht, ob Amerikaner unter den Opfern seien. (dpa)

  • 21 :12

    Weitere Videoaufnahmen von vor Ort

    Unterdessen sind weitere Videoaufnahmen von der Absturzstelle aufgetaucht. Diese hier von Storyful verifizierten Bilder stammen aus der kleinen ukrainischen Stadt Hrabovo.

  • 21 :02

    Flugschreiber gefunden

    Nach dem Absturz der Passagiermaschine in der Ukraine haben sich Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf den Weg zum Wrack gemacht. Nach dem Eintreffen des Teams in der Nähe der Ortschaft Grabowo sollen die Beobachter eine Einschätzung der Lage abgeben, berichteten ukrainische Medien.

    Unterdessen gaben die prorussischen Separatisten bekannt, den Flugschreiber der Boeing 777-200 gefunden zu haben. «Die Black Box wurde sichergestellt», sagte einer der Sprecher der Aufständischen, Konstantin Knyrik. Ersten unbestätigten Angaben zufolge soll diese zur Aufklärung nun Russland übergeben werden. (dpa)

  • 20 :49

    Alles umfliegt die Ukraine

    Auf dem Flugradar-Portal flightradar24.com ist nun deutlich zu sehen, wie der internationale Flugverkehr einen Weg um die Ukraine fliegt.

  • 20 :26

    «Keine Auffälligkeiten»

    Nach dem Absturz der Passagiermaschine haben ukrainische Rettungskräfte das Wrack des Flugzeugs in der Nähe der Ortschaft Grabowo erreicht. «Die Arbeiten werden davon erschwert, dass die Trümmer in grossem Umkreis verstreut sind», sagte der Sprecher des Notfalldienstes, Sergej Botschkowski. Zudem würden sich zahlreiche bewaffnete Separatisten an der Absturzstelle aufhalten. Die Boeing 777-200 habe beim Überflug der Ukraine keine Auffälligkeiten gezeigt, sagte Generaldirektor Dmitri Babejtschuk von der ukrainischen Flugaufsicht. «Es gab keine Mitteilungen der Piloten. Später ist das Flugzeug vom Radar verschwunden», sagte er. (dpa)

  • 20 :21

    «Unglaubliche Tragödie»

    Nach seiner Landung in Delaware sprach US-Präsident Barack Obama kurz zu Medienvertretern. Dabei liess er sich auf keinerlei Spekulationen über die mögliche Absturzursache ein. Man wolle erste Untersuchungserkenntnisse abwarten. Ausserdem solle nun abgeklärt werden, ob auch Amerikaner an Bord der Maschine waren.

  • 20 :00

    Ukrainischer Präsident spricht von Terrorakt

    Der ukrainische Präsident Petro Porochenko lässt über seinen Mediensprecher verlauten, dass er von einem terroristischen Akt ausgehe.

  • 19 :56

    Swiss umfliegt – Frankreich sperrt

    Die Fluggesellschaft Swiss umfliegt nach dem Absturz der Maschine der Air Malaysia die Ukraine grossräumig. Der ukrainische Luftraum wird vorerst aber nicht offiziell gesperrt. Im Moment sei einzig der Flug Bangkok-Zürich von der Änderung der Route betroffen, sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann am Donnerstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Route verlaufe jetzt südlich der Ukraine über das Schwarze Meer.

    Die französischen Fluggesellschaften hingegen sind bis auf weiteres aufgefordert, den Luftraum über der Ukraine nicht mehr zu benutzen. Die Schutzmassnahme werde mindestens so lange gelten, bis die Ursache der Flugzeugkatastrophe geklärt sei, teilte das französische Verkehrsministerium mit. (dpa)

  • 19 :53

    Route des Fluges MH17

    Video

    Flugroute und Absturzort

    0:24 min, vom 17.7.2014

  • 19 :45

    Flugsicherung spricht vorerst von Unfall

    Die Europäische Flugsicherung bewertet den Absturz der Passagiermaschine über der umkämpften Ostukraine vorerst als Unfall. Ein Sprecher der Behörde sagte auf Anfrage der Tageszeitung «Die Welt»: «Wir untersuchen den Vorfall derzeit. Aktuell haben wir aber keinen Anlass für eine Sperrung des Luftraums», sagte der Eurocontrol-Vertreter. «Der Luftraum ist weiter offen.» Täglich würden Hunderte von Flügen die Region in über zehn Kilometer Höhe überfliegen. (dpa)

  • 19 :37

    Viele Kinder an Bord

    An Bord der abgestürzten Maschine von Malaysia Airlines sollen nach Berichten niederländischer Medien Dutzende niederländischer Passagiere gewesen sein. Der Reiseveranstalter D-Reizen teilte mit, dass 25 Niederländer über ihn den Flug gebucht hatten. Der Veranstalter WTC schätzte, dass bei ihm etwa 20 bis 30 Niederländer den Flug gebucht hatten. Laut dem Nachrichtensender N-TV seien ausserdem 80 Kinder an Bord gewesen. (dpa)

  • 19 :33

    Weitere Fluggesellschaft meiden Ukraine

    Neben der Lufthansa stellen auch die russischen Fluggesellschaften Aeroflot und Transaero, sowie Alitalia, Virgin Atlantic Airways, Turkish Airlines und Air France ihre Flugrouten um. Laut der Flugradar-Plattform flightradar24.com drehten einige Flugzeuge im Osten der Ukraine ab oder stiegen auf die maximal mögliche Flughöhe.

  • 19 :17

    Putin übermittelt Beileid

    Nach dem Absturz hat Russlands Präsident Wladimir Putin der malaysischen Regierung sein Beileid übermittelt. Er sei traurig über die «Katastrophe über dem Territorium der Ukraine, die so viele Menschenopfer gekostet» habe, schrieb Putin in einem vom Kreml veröffentlichten Telegramm. Der russische Staatschef bitte die malaysische Regierung, allen Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer seine aufrichtige Anteilnahme zu übermitteln, meldete die Agentur Interfax. (dpa)

  • 19 :11

    Erstes Video der Absturzstelle

    Laut CNN konnte ein erstes Video von der Unfallstelle in Schachtarsk verifiziert werden.

  • 19 :07

    Putin informiert Obama über Flugzeugabsturz

    Mitten in einem Telefongespräch zu den Sanktionen der USA gegenüber Russland hat Russlands Präsident Putin offenbar Barack Obama über den Flugzeugabsturz informiert. Dies liess der Kreml am Abend verlauten.

  • 18 :58

    Unzählige Trümmerteile vor Ort

  • 18 :55

    Lufthansa umfliegt Osten der Ukraine

    Als erste Reaktion auf den Flugzeugabsturz hat die deutsche Luftfahrtgesellschaft Lufthansa entschieden, den Osten der Ukraine ab sofort zu umfliegen.

  • 18 :45

    Malaysischer Premierminister trauert

  • 18 :41

    Erste Bilder von der Unfallstelle

  • 18 :33

    Ukraine und Separatisten werfen sich gegenseitig Flugzeugabschuss vor

    Die prorussischen Kräfte werfen den ukrainischen Streitkräften den Abschuss vor. Die Boeing 777 sei nahe der Grossstadt Donezk abgestürzt, sagte der selbst ernannte Premierminister der nicht anerkannten «Volksrepublik», Alexander Borodaj. Die Aufständischen hätten keine Abwehrwaffen, um Maschinen in einer Höhe von 10'000 Metern abzuschiessen. Es handele sich um eine «Provokation» der ukrainischen Luftwaffe, sagte Borodaj. (dpa)

  • 18 :25

    Statement des ukrainischen Präsidenten

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko richtete umgehend eine Untersuchungskommission ein, zu der auch internationale Experten, darunter aus den Niederlanden und Malaysia, eingeladen wurden. «Wir schliessen nicht aus, dass auch diese Maschine abgeschossen wurde», hiess es unter Hinweis auf zwei ukrainische Flugzeuge, die in den vorangegangenen Tagen abgeschossen worden seien. (dpa)

  • 18 :20

    Pikantes Detail

    Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um denselben Typ (Boeing 777-200) wie auf dem Flug MH370, der vor Indonesien noch immer vermisst wird.

  • 18 :09

    Keine Reaktion in den USA

    Laut SRF-Korrespondent Arthur Honegger arbeitet auch die US-amerikanische Regierung an der Verifizierung von Satellitenbildern. Aktuell habe sich noch keine offizielle Stelle geäussert.

  • 18 :04

    Spekulationen über Abschuss

    Berichte mehren sich, dass die Maschine in 10 Kilometer Höhe abgeschossen wurde. Dazu gibt es bisher allerdings noch keine offizielle Bestätigung.

  • 17 :58

    Boeing unterwegs nach Kuala Lumpur

    Die Boeing startete am Mittag in Amsterdam und war auf dem Weg nach Kuala Lumpur gewesen. Malaysian Airlines bestätigte unterdessen, dass der letzte Kontakt zur Maschine über ukrainischem Luftraum stattgefunden habe.

14:50 Uhr

Google Earth Luftbild-Ansicht mit der Bahnstrecke oberhalb des Stausees Solis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Unglücksstelle bei Mistail auf der RhB-Strecke von Thusis nach Tiefencastel (GR). srf / google earth

Ein Personenzug der Rhätischen Bahn (RhB) ist auf der Fahrt von Tiefencastel nach Thusis wegen eines Erdrutsches entgleist. Ein Wagen ist vom Bahntrassee einige Meter den Hang hinunter gerutscht. Zahlreiche Passagiere irrten wie im Schock auf den Geleisen bei Unfallort Mistail umher, so die Polizei weiter. Das Gelände ist dort stark abschüssig.

Die Rega stand mit vier Helikoptern im Einsatz um Verletzte auszufliegen. Eine gute Stunde nach dem Unfall begannen die Sicherheitskräfte, den Eisenbahnwagen zu sichern. Der erste Wagen nach der Lokomotive war vom Bahntrassee und blieb im Hang an den Bäumen hängen. Der zweite Wagen wurde aus den Geleisen gestossen und hängt zur Hälfte über dem Abgrund.

Albula-Strecke bleibt unterbrochen

1:55 min, aus Echo der Zeit vom 13.08.2014

Am Vormittag ist in der Region rund 30 bis 50 mm Regen gefallen. Laut SRF Meteo weiss man aus Erfahrung, dass es ab einer solchen Niederschlagsmenge kritisch wird, was das Auslösen von Erdrutschen betrifft.

Hinzu kommt, dass durch den vielen Regen der letzten Wochen die Böden weiterhin gesättigt sind und das zusätzliche Wasser kaum aufnehmen können.

Wegen des Unfalls ist die Bahnstrecke von Chur nach St. Moritz zwischen Thusis und Tiefencastel bis auf weiteres unterbrochen. Bahnersatzbusse wurden laut Bahnverkehrsinformation aufgeboten.

Auf diesem Streckenabschnitt passierte das Unglück

11 Kommentare

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    • , 5610 Wohlen

      Mittwoch, 13.08.2014, 22:58

      SRF 10 vor 10 - Bericht über das Zugsunglück des RhB - Zuges in Tiefencastel. Auch an anderen Streckenabschnitten lauern Gefahren, wenn das nasse Wetter andauert. Dem Zuschauer wurde zu offensichtlich erklärt, dass weitere solche Unglücksfälle, gerade bei dieser wichtigen Bahnstrecke passieren könnten. Ist das nicht "Angstmacherei" . Schaden Sie damit nicht dem RhB Betrieb.

    • , Guatemala Ciudad

      Mittwoch, 13.08.2014, 22:01

      Berge haben nun einmal die Eigenart zu erodieren. Es wird so lange Murgänge, geben bis sie platt sind. Auch an Stellen wo über Menschengenerationen alles statisch scheint. Wir haben jedoch verlernt, mit Force majeure zu leben und glauben alles müsse kontrollierbar sein. Passiert was, muss immer jemand schuld sein. Wir wollen nicht akzeptieren, dass unser ganzes Leben mit Risiken behaftet ist. Allen Verletzten meine besten Genesungswünsche. Es hätte wohl noch viel übler enden können.

      • , BOberland

        Donnerstag, 14.08.2014, 09:37

        Ich sehe das genau so. Wir vergessen auch, was wir dem lebenden Planeten Erde antun mit unserer Ausbeuterei.Und dann wundern wir uns, über verregnete Sommer und andere Wetterkapriolen. Der Mensch ist zu überheblich geworden und kann mit solchen Ereignissen nicht mehr adäquat umgehen, deshalb die Suche nach Schuldigen. Die einzige Sicherheit ist die ständige Veränderung, halt auch bei Mutter Erde. Und so müssten wir eigentlich jeden Abend dankbar sein, wenn wir wohlbehalten zu Hause ankommen.

    • , Bern

      Mittwoch, 13.08.2014, 18:56

      SRF hat offenbar die beiden besten Reporterkräfte an den Unfallort geschickt. Der aggressive Frageton gegenüber dem Polizeisprecher ist komplett daneben, genauso wie die Unterstellung auf der Gefahrenkarte diesen Erdrutsch nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen zu haben... Immer muss sofort ein Schuldiger her. Dass das bei einem solchen Ereignis eher schwierig und ohne abgeschlossene Untersuchung gar nicht möglich ist, sollte mittlerweile auch in den Journi-Köpfen drin sein.

      • , Tomils

        Mittwoch, 13.08.2014, 21:40

        Ja, sehe ich auch so. Ausserdem an SRF Stefan Engler ist Ständerat.