RhB-Zug entgleist wegen Erdrutsch – 11 Verletzte

In Graubünden ist ein Personenzug der Rhätischen Bahn (RhB) entgleist. Ursache war ein Erdrutsch. Fünf Passagiere wurden schwer verletzt, sechs weitere leicht. Die 140 Passagiere konnten bis zum späten Nachmittag alle geborgen werden.

Liveticker

Liveticker zum RhB-Unglück

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • Ein Zug der RhB mit 140 Passagieren fährt um 12.30 Uhr bei Mistail kurz nach Tiefencastel (GR) Richtung Thusis zwischen zwei Tunnel auf einen Erdrutsch.
  • Der erste Wagen nach der Lokomotive stürzt rund 10 Meter in die Tiefe und wird von Bäumen aufgehalten. Der zweite Wagen hängt zur Hälfte über dem Abgrund, ein dritter entgleiste.
  • Fünf Personen werden schwer verletzt, sechs weitere leicht. Zahlreiche erlitten einen Schock. Bei den Verletzten handelt es sich laut Polizei um zwei Japaner, einen Australier und acht Schweizer.
  • 20 :22

    Der Liveticker ist geschlossen. Einen zusammenfassenden Artikel zum Eisenbahn-Unfall in Graubünden finden Sie hier.

  • 19 :08

    Im Unglückszug waren 140 Passagiere unterwegs. Elf Verletzte, darunter fünf Schwerverletzte mussten ins Spital geflogen werden. Es handelt es sich laut der Polizei um zwei Personen aus Japan, eine aus Australien und acht Schweizer.

  • 18 :44

    Stefan Engler, Verwaltungsratspräsident der RhB, zum Ereignis und zum Risiko-Management auf der RhB-Strecke im Gebirge.

    Video "Stefan Engler, Verwaltungsratspräsident der RhB" abspielen.

    Stefan Engler, Verwaltungsratspräsident der RhB

    1:04 min, vom 13.8.2014

  • 18 :37

    Daniel Zinsli, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden zum Unfallhergang. «Der Erdrutsch hat das Geleise auf einer Länge von 15 Metern bis zu drei Meter hoch verschüttet. Der Zug kollidierte mit dem Erdrutsch. Es wurden sofort sämtliche verfügbare Einsatzkräfte an den Unfallort beordert.»

    Video "Daniel Zinsli, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden" abspielen.

    Daniel Zinsli, Mediensprecher Kantonspolizei Graubünden

    0:44 min, vom 13.8.2014

  • 17 :46

    Augenzeugin Marlies Gabaglio war im Zug und schildert «Schweiz aktuell» den Unfall: «Es gab einen grossen Knall, ich dachte der Zug sei in einen Felsen gekracht. Im ersten Moment gab es kaum Informationen. Dann hiess es, wir sollten uns in den hintersten Waggon begeben. Darauf wurden wir evakuiert. Durch einen Tunnel gelangten wir zum Helikopterlandeplatz, abseits der Unfallstelle.»

    Video "Augenzeugin Marlies Gabaglio schildert den Unfall" abspielen.

    Augenzeugin Marlies Gabaglio schildert den Unfall

    1:37 min, vom 13.8.2014

  • 16 :44

    Erste bewegte Bilder vom Unfallort: die Rega fliegt Opfer aus dem ins Tobel gestürzten RhB-Wagen.

    Video "Bergung der Opfer aus dem RhB-Zug" abspielen.

    Bergung der Opfer aus dem RhB-Zug

    0:34 min, vom 13.8.2014

  • 16 :38

    Die Polizei korrigiert die Opferzahlen: Fünf Personen wurden schwer verletzt, sechs weitere leicht.

  • 16 :20

    Im Einsatz stehen 60 Feuerwehrleute, 8 Ambulanzwagen, 4 Helikopter der Rega, 4 Notärzte sowie Rettungskräfte der Kantonspolizei. Dies erklärte die Polizei an der ersten Pressekonferenz nach dem Unfall.

  • 16 :16

    In der Region hat es am Vormittag stark geregnet. Es fielen laut SRF Meteo rund 30 bis 50 mm Regen. Bereits die Tage davor habe es sehr viel Regen gegeben.

  • 16 :06

    Die Polizei informiert derzeit an einer Presskonferenz über den bisherigen Stand der Erkenntnisse.

  • 15 :50

    Ein Passagier, der im zweiten Wagen der Lokomotive sass, sagte der SDA, der erste Wagen sei etwa 10 bis 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Andere Beteiligte berichteten, dass der Erdrutsch den Zug zwischen zwei Tunnels kurz nach Tiefencastel traf.

    Entgleister Zugwagen. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Ein Wagen hängt über dem Abgrund. Mindestens ein weiterer ist 10 bis 20 Meter in die Tiefe gestürzt. rtr

  • 15 :45

    Sieben Personen verletzt

    Beim Unglück werden fünf Personen schwer verletzt, zwei weitere leicht. Dies sagt die Polizei zu SRF. Alle Passagiere seien geborgen.

  • 15 :36

    Mehrere der 140 Passagiere im Zug sind verletzt. Eine genaue Anzahl kann die Polizei nicht nennen. Rettung und Evakuierung sind im Gang.

  • 15 :24

    Die Rettungskräfte sind mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Mindestens vier Rega-Helikopter fliegen, etwa zwei Dutzend Rettungsfahrzeuge sind vor Ort. Polizeitaucher suchen auch in der darunter fliessenden Alvra nach möglichen Opfern.

  • 15 :17

    Sanitäter betreuen Passagiere, die unter Schock stehen. Im Einsatz stehen auch Rettungskräfte der Feuerwehr, der Alpinen Rettung, das Care Team Grischun und die Kantonspolizei Graubünden.

    Menschen auf einem Bahngleis. Bild in Lightbox öffnen.

    Bildlegende: Die Passagiere müssen über die Geleise zurück nach Tiefencastel gehen. rtr

  • 15 :12

    Im verunglückten Zug befanden sich nach ersten Informationen rund 200 Passagiere. Dies teilt die Kantonspolizei Graubünden mit. Beim Unfall entgleisten mindestens drei Eisenbahnwagen.

14:50 Uhr

Google Earth Luftbild-Ansicht mit der Bahnstrecke oberhalb des Stausees Solis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Unglücksstelle bei Mistail auf der RhB-Strecke von Thusis nach Tiefencastel (GR). srf / google earth

Ein Personenzug der Rhätischen Bahn (RhB) ist auf der Fahrt von Tiefencastel nach Thusis wegen eines Erdrutsches entgleist. Ein Wagen ist vom Bahntrassee einige Meter den Hang hinunter gerutscht. Zahlreiche Passagiere irrten wie im Schock auf den Geleisen bei Unfallort Mistail umher, so die Polizei weiter. Das Gelände ist dort stark abschüssig.

Die Rega stand mit vier Helikoptern im Einsatz um Verletzte auszufliegen. Eine gute Stunde nach dem Unfall begannen die Sicherheitskräfte, den Eisenbahnwagen zu sichern. Der erste Wagen nach der Lokomotive war vom Bahntrassee und blieb im Hang an den Bäumen hängen. Der zweite Wagen wurde aus den Geleisen gestossen und hängt zur Hälfte über dem Abgrund.

Albula-Strecke bleibt unterbrochen

1:55 min, aus Echo der Zeit vom 13.08.2014

Am Vormittag ist in der Region rund 30 bis 50 mm Regen gefallen. Laut SRF Meteo weiss man aus Erfahrung, dass es ab einer solchen Niederschlagsmenge kritisch wird, was das Auslösen von Erdrutschen betrifft.

Hinzu kommt, dass durch den vielen Regen der letzten Wochen die Böden weiterhin gesättigt sind und das zusätzliche Wasser kaum aufnehmen können.

Wegen des Unfalls ist die Bahnstrecke von Chur nach St. Moritz zwischen Thusis und Tiefencastel bis auf weiteres unterbrochen. Bahnersatzbusse wurden laut Bahnverkehrsinformation aufgeboten.

Auf diesem Streckenabschnitt passierte das Unglück

11 Kommentare

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    • , 5610 Wohlen

      Mittwoch, 13.08.2014, 22:58

      SRF 10 vor 10 - Bericht über das Zugsunglück des RhB - Zuges in Tiefencastel. Auch an anderen Streckenabschnitten lauern Gefahren, wenn das nasse Wetter andauert. Dem Zuschauer wurde zu offensichtlich erklärt, dass weitere solche Unglücksfälle, gerade bei dieser wichtigen Bahnstrecke passieren könnten. Ist das nicht "Angstmacherei" . Schaden Sie damit nicht dem RhB Betrieb.

    • , Guatemala Ciudad

      Mittwoch, 13.08.2014, 22:01

      Berge haben nun einmal die Eigenart zu erodieren. Es wird so lange Murgänge, geben bis sie platt sind. Auch an Stellen wo über Menschengenerationen alles statisch scheint. Wir haben jedoch verlernt, mit Force majeure zu leben und glauben alles müsse kontrollierbar sein. Passiert was, muss immer jemand schuld sein. Wir wollen nicht akzeptieren, dass unser ganzes Leben mit Risiken behaftet ist. Allen Verletzten meine besten Genesungswünsche. Es hätte wohl noch viel übler enden können.

      • , BOberland

        Donnerstag, 14.08.2014, 09:37

        Ich sehe das genau so. Wir vergessen auch, was wir dem lebenden Planeten Erde antun mit unserer Ausbeuterei.Und dann wundern wir uns, über verregnete Sommer und andere Wetterkapriolen. Der Mensch ist zu überheblich geworden und kann mit solchen Ereignissen nicht mehr adäquat umgehen, deshalb die Suche nach Schuldigen. Die einzige Sicherheit ist die ständige Veränderung, halt auch bei Mutter Erde. Und so müssten wir eigentlich jeden Abend dankbar sein, wenn wir wohlbehalten zu Hause ankommen.

    • , Bern

      Mittwoch, 13.08.2014, 18:56

      SRF hat offenbar die beiden besten Reporterkräfte an den Unfallort geschickt. Der aggressive Frageton gegenüber dem Polizeisprecher ist komplett daneben, genauso wie die Unterstellung auf der Gefahrenkarte diesen Erdrutsch nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen zu haben... Immer muss sofort ein Schuldiger her. Dass das bei einem solchen Ereignis eher schwierig und ohne abgeschlossene Untersuchung gar nicht möglich ist, sollte mittlerweile auch in den Journi-Köpfen drin sein.

      • , Tomils

        Mittwoch, 13.08.2014, 21:40

        Ja, sehe ich auch so. Ausserdem an SRF Stefan Engler ist Ständerat.