- Der ägyptische Investor Samih Sawiris will am Urnersee eine Marina mit Bungalow, Hotel und Bootsplätzen bauen.
- Der Bund hält das Projekt grundsätzlich für möglich, jedoch nicht in der «aktuellen Ausgestaltung».
- Unter anderem wird eine Reduktion der «baulichen Dichte» und der Verzicht auf den «landseitigen Bootshafen» gefordert.
Die Isleten liegt am Urnersee. Auf der Halbinsel wurde früher Sprengstoff produziert. Der Ägyptische Investor Samih Sawiris, der schon Andermatt mit seinen Projekten umgekrempelt hatte, will auf dem Areal eine Hotelanlage inklusive Hafen bauen.
Der Bund unterstützt die Aufwertung der Isleten, hält das geplante Marina-Projekt aber in der aktuellen Form für nicht machbar. Bundesrat Albert Rösti will im Frühling mögliche Anpassungen vor Ort prüfen.
Weitere Anpassungen nötig
Der Vorprüfungsbericht des Bundes hält fest, dass die geplante Transformation der Isleten mit Hotel, Bungalow, Bootsplätzen und Aufwertung des Seeufers in der «aktuellen Ausgestaltung» nicht umsetzbar sei. Das teilte der Urner Regierungsrat in einem Communiqué mit.
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Bild 1 von 2. So sollte das Projekt des Ägytpischen Investors ursprünglich aussehen. Bildquelle: isenag.ch/Visualisierung des «Marina-Projekt».
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Bild 2 von 2. Auf der Halbinsel sollen unter anderem Hotels, Bungalows und ein Hafen entstehen. Bildquelle: isenag.ch/Visualisierung des «Marina-Projekt».
Gefordert werden laut Mitteilung unter anderem eine Reduktion der «baulichen Dichte», alternative Strassenführungen, der Verzicht auf den «landseitigen Bootshafen» sowie denkmalgerechte Neubauten.
Die Pläne der Isen AG des ägyptischen Investors Samih Sawiris sind unter dem Namen «Marina-Projekt» bekannt geworden. Damit die touristische Nutzung des Areals der ehemaligen Sprengstofffabrik Cheddite möglich wird, braucht es eine Anpassung des kantonalen Richtplans.