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Schweizer Wald Neue Studie: Bäume wachsen in der Schweiz insgesamt weniger

  • Laut einer Studie wachsen Schweizer Bäume heute insgesamt weniger, weil Hitze und Trockenheit das Wachstum stärker bremsen als früher.
  • Dadurch nehmen Wälder weniger CO₂ auf und verlieren an klimaregulierender Wirkung.
  • Entscheidend für das Wachstum der Bäume ist die Verfügbarkeit von Wasser.

Obwohl die Bäume wegen steigender Temperaturen früher im Jahr zu wachsen beginnen, legen sie laut einer neuen Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) insgesamt weniger Holz zu als noch vor zehn Jahren.

Dieses verlangsamte Wachstum hat Konsequenzen, warnt die WSL: Ein geringerer Zuwachs beim Stammdurchmesser bedeutet, dass die Wälder weniger CO₂ aufnehmen und die Klimaerwärmung damit weniger stark bremsen können.

Blick nach oben auf hohe Bäume im Wald
Legende: Mit 1.3 Millionen Hektar ist rund ein Drittel der Schweizer Landesfläche bewaldet. Keystone / Urs Flüeler

Laut der Untersuchung der WSL hat sich der Beginn des Stammwachstums in den letzten zehn Jahren um mehrere Tage deutlich nach vorn verschoben. In einzelnen Jahren sind die ersten Stammradiuszuwächse sogar zwei bis drei Wochen früher messbar als zu Beginn der 2000er-Jahre. Gleichzeitig aber nehmen Hitze- und Trockenperioden zu – und genau sie bremsen das Wachstum.

Nur wenige Wachstumstage pro Jahr

Der Grund dafür liegt im Wasserhaushalt der Bäume. Entscheidend dafür, wie stark ein Baum wächst, ist nicht die Länge der Vegetationsperiode, sondern die Anzahl der Tage, an denen tatsächlich Stammzuwachs stattfindet.

Am Schluss entscheiden einzelne Tage und Stunden, wie viel ein Baum wächst.
Autor: Arun Bose Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft

Diese hängt davon ab, ob genügend Wasser verfügbar ist. Ist es zu heiss und zu trocken, verdunstet mehr Wasser, als über die Wurzeln aufgenommen werden kann, der Baum gerät unter Stress, das Wachstum stoppt.

Trockenheit verkürzt kritische Wachstumsphase

«Am Schluss entscheiden einzelne Tage und Stunden, wie viel ein Baum wächst», liess sich der WSL-Forscher Arun Bose in der Mitteilung der Forschungsanstalt zitieren. «Fallen einige durch vermehrte Hitze- und Trockenperioden weg, fehlt ein grosser Teil des jährlichen Stammzuwachses.»

Ein früherer Start nützt somit wenig, wenn Hitze und Trockenheit die kritischen Wachstumsphasen verkürzen. Auch die Waldwirtschaft ist davon betroffen. Werden die Sommerhalbjahre wärmer und trockener, können Forstbetriebe tendenziell weniger Holz ernten.

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SRF 4 News, 7.1.2026, 10 Uhr ; 

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