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Schweizer WM-Sechzehntelfinal Public Viewing im Morgengrauen: Wo gemeinsam mitgefiebert wird

Um 5 Uhr spielt die Schweiz an der WM. Vielerorts öffnen Public Viewings und Restaurants schon vor Sonnenaufgang.

Der frühe Anpfiff sorgt für besondere Vorbereitungen. Statt Feierabendbier gibt es vielerorts Kaffee, Gipfeli und Frühstück. Von Bern, Basel bis Zürich öffnen Public Viewings schon in den frühen Morgenstunden. Selbst eine Schulklasse in Goldau SZ trifft sich um 5 Uhr zum gemeinsamen Mitfiebern. Einige Beispiele quer durch die Schweiz:

WM-Brunch im Aargau

In der Dorf-Arena Merenschwand AG, die dieses Jahr das erste Mal ein Public Viewing betreibt, gibt es am Freitagmorgen zwar auch Bier, aber vor allem einen WM-Brunch mit Gipfeli und Café-Latte, erklärt OK-Präsident Alfred Topalli. «Ich musste mich zuerst informieren, ob man überhaupt so früh schon Bier ausschenken kann. Man darf.»

Menschen in einem Zelt schauen sich ein Fussballspiel auf einem grossen Bildschirm an.
Legende: Ab 5 Uhr wird in Merenschwand gemeinsam mit der Schweizer Nati mitgefiebert. Das OK hat eine Sonderbewilligung für das frühe Public Viewing erhalten. 75 Personen hätten sich für den WM-Brunch angemeldet. Dorfarena Merenschwand

Kaffeemaschine anstatt Zapfhahn auch in Bern

Im Berner Public Viewing Summer Beach werden am Freitag wohl mehr Kaffees als üblicherweise Bier und Longdrinks serviert. Die Bar sei aber natürlich auch geöffnet, sagt der Gründer Beat Hofer auf Anfrage von SRF. «Vielleicht findet der eine oder andere Spinner, er starte den Match mit einem Bier.»

Menschenmenge im Freien bei einer Grossbildübertragung am Abend.
Legende: Im Berner Summer Beach gibt es zum frühen WM-Anpfiff Kaffee, Gipfeli – und Platz für bis zu 2000 Fans. Summer Beach

Der Platz reicht für 2000 Personen, die ersten 800 Besuchenden erhalten ein Gratisgipfeli. «Es muss genial sein, wenn die Sonne aufgeht und drei Minuten vor 5.00 Uhr die Schweizer Hymne aus den Lautsprechern ertönt», sagt Hofer. Viele würden bestimmt in Vollmontur erscheinen, also das Schweizer Trikot tragen – und darunter das Hemd, um direkt arbeiten zu gehen.

Mehlsuppe im Kanton Solothurn

Auch beim Public Viewing Beach Style auf dem Solothurner Dornacherplatz sind die Tickets für den WM-Morgenevent sehr gefragt. Viele Tickets seien bereits weg. Bis Freitagmorgen werde man ausverkauft sein, sagen die Organisatoren. 2100 Fans werden erwartet. Aus Lärmgründen darf vor dem Match allerdings keine Musik laufen, den Anwohnenden zuliebe.

Das Public Viewing in der Rythalle Solothurn ist ebenfalls zur frühen Stunde geöffnet. Zwar gibt es auch hier «Kafi und Gipfeli», aber man habe auch Deftigeres auf der Barkarte, erklärt Silvan Studer vom OK: «Es gibt auch Mehlsuppe, weil wir die zum Fasnachtsstart jeweils morgens um 5 Uhr auch essen.»

In Goldau SZ wird das Schulzimmer zur Fan-Arena

Im Schulzimmer einer 5. Klasse im Rigi-Schulhaus in Goldau im Kanton Schwyz brach Anfang Woche bereits ein erstes Mal grosser Jubel aus. Dann nämlich, als die Lehrerin verkündete, dass die ganze Klasse am Freitagmorgen zusammen den Match des Schweizer Nationalteams verfolgen würde.

Für das Zmorge gleich im Anschluss an das Spiel wird ebenfalls gesorgt sein. Weil die Kinder schon früh aus den Federn müssen, ist bereits am Mittag Schulschluss. Sie können also früher in die Sommerferien starten.

Grosser Ansturm im Zic Zac in Basel

Mehr als 200 Personen hätten sich bereits für den Anlass angemeldet, sagt Geschäftsführer Urs Kohler: «Ich habe nicht mit diesem Interesse gerechnet, wir hätten auch doppelt so viele Plätze anbieten können.»

Innenansicht eines grossen Restaurants mit gedeckten Tischen und einer grünen Treppe.
Legende: Im Zic Zac in Basel werden morgen früh mehr als 200 Fans zum Public Viewing erwartet. ZVG

Es sei das erste Mal, dass er in seinem Restaurant so früh am Morgen ein Public Viewing durchführe. Die normale Küche sei zu, aber es gebe ein Zmorgebuffet mit Eiern und Aufschnitt. «Ich denke schon, dass auch Bier getrunken wird», sagt Kohler.

Zürich und Winterthur erlauben Public Viewings ab 5 Uhr

Auch in Zürich dürfen Restaurants und Veranstalter den WM-Match der Schweiz bereits ab 5 Uhr im Freien übertragen, bestätigt das Sicherheitsdepartement auf Anfrage von SRF. Voraussetzung ist, dass die Lautstärke die Umgebung nicht übermässig belastet. «Der Einsatz von Beamern und Verstärkeranlagen ist verboten», schreibt das Departement.

Auch der Stadtrat von Winterthur hat entschieden, dass Restaurants, Public Viewings und Strassencafés die Partie bereits ab Anpfiff um 5 Uhr im Freien übertragen dürfen. Zwischen 5 und 6 Uhr sind Musik, Moderation und andere laute Tonübertragungen jedoch nicht erlaubt.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 1.7.2026, 17:30 Uhr ; 

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