- Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat genug.
- Sie hat sich entschieden, bei den Wahlen im April 2027 nicht mehr anzutreten, wie sie in Zürich bekannt gab.
- Die 62-Jährige leitet seit 2015 die Justizdirektion.
Sie habe die anderen Regierungsmitglieder und ihre Mitarbeitenden über ihren Entscheid informiert, sagte sie vor den Medien.
In den drei Legislaturen als Justizdirektorin richtete sie unter anderem die Untersuchungshaft neu aus. Sie liess zudem die Hintergründe der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen erforschen.
Praktisch ganzes Berufsleben in der Politik
Fehr machte jedoch auch immer wieder Negativschlagzeilen, zuletzt etwa mit dem Datenleck. Die falsche Entsorgung von Datenträgern passierte zwar vor ihrer Zeit als Justizdirektorin, gemäss Untersuchungsbericht war ihre Kommunikation jedoch mangelhaft.
Die ausgebildete Pädagogin verbrachte beinahe ihr gesamtes Berufsleben in der Politik. 1990 holte sie einen Sitz im Winterthurer Gemeinderat, bereits im Jahr darauf wurde sie in den Zürcher Kantonsrat gewählt. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach, wo sie 17 Jahre bleiben sollte.