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Zürcher Justizdirektorin SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr kandidiert 2027 nicht mehr

  • Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat genug.
  • Sie hat sich entschieden, bei den Wahlen im April 2027 nicht mehr anzutreten, wie sie in Zürich bekannt gab.
  • Die 62-Jährige leitet seit 2015 die Justizdirektion.

Sie habe die anderen Regierungsmitglieder und ihre Mitarbeitenden über ihren Entscheid informiert, sagte sie vor den Medien.

Person mit kurzem weissen Haar vor rotem Hintergrund.
Legende: Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr will im April 2027 bei den Gesamterneuerungswahlen im Kanton Zürich nicht mehr antreten. Keystone/ANDREAS BECKER

In den drei Legislaturen als Justizdirektorin richtete sie unter anderem die Untersuchungshaft neu aus. Sie liess zudem die Hintergründe der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen erforschen.

Praktisch ganzes Berufsleben in der Politik

Fehr machte jedoch auch immer wieder Negativschlagzeilen, zuletzt etwa mit dem Datenleck. Die falsche Entsorgung von Datenträgern passierte zwar vor ihrer Zeit als Justizdirektorin, gemäss Untersuchungsbericht war ihre Kommunikation jedoch mangelhaft.

Das sind die amtierenden Regierungsräte für den Kanton Zürich

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Am 4. April 2027 wird der siebenköpfige Regierungsrat des Kantons Zürich neu gewählt. Wer wie lange im Amt ist und wer sich bereits zu einer weiteren Amtszeit geäussert hat – eine Übersicht:

Martin Neukom (Grüne) Der 39-jährige Winterthurer ist das jüngste Mitglieder der Zürcher Regierung und seit 2019 Baudirektor. Neukom hat sich bislang noch nicht zu den Wahlen 2027 geäussert. Der seit Mai 2025 amtierende Regierungspräsident dürfte aber auch angesichts seines Alters eine weitere Amtszeit anstreben.

Carmen Walker Späh (FDP) Die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion wird bei den Wahlen 2027 69 Jahre alt sein. Ob ihre dritte Amtszeit die letzte sein wird, ist noch unklar. Ihr Partei hatte bereits früh angekündigt, dass sie einen zweiten Sitz zurückerobern will. Walker Späh selber gab sich Ende November 2025 noch bedeckt.

Ernst Stocker (SVP) Der gelernte Landwirt ist seit 2010 in der Kantonsregierung und damit Amtsältester. Bis 2015 war er Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion, seit 2015 ist er Finanzdirektor. Ob es seiner Partei nach 2023 ein weiteres Mal gelingt, den 70-Jährigen von seiner Pensionierung abzuhalten, ist unwahrscheinlich. Offiziell geäussert hat sich Stocker noch nicht.

Mario Fehr (parteilos) Sicherheitsdirektor Mario Fehr ist seit 2011 im Amt und 67 Jahre alt. Der umtriebige Asylminister äusserte sich bisher nicht dazu, ob er für eine weitere Amtszeit kandidieren will. Damit lässt er sich wohl bewusst Zeit, um die anderen Parteien etwas zappeln zu lassen. Sein Austritt aus der SP 2021 schadete seiner Popularität nicht.

Silvia Steiner (Mitte) Die frühere Kripochefin und Staatsanwältin ist seit 2015 im Amt und inzwischen 67 Jahre alt. Die Bildungsdirektorin äusserte sich bislang noch nicht dazu, ob sie erneut antritt. Eine Kandidatur scheint jedoch eher unwahrscheinlich.

Jacqueline Fehr (SP) Die 62-Jährige leitet seit 2015 die Justizdirektion. Nun hat sie genug und wird 2027 nicht mehr antreten.

Natalie Rickli (SVP) Die 49-Jährige ist seit 2019 Gesundheitsdirektorin, davor war sie zwölf Jahre Nationalrätin. Dass sie erneut antritt, scheint wahrscheinlich, noch hat sie sich aber nicht dazu geäussert. Rickli holte bei den Wahlen 2023 am zweitmeisten Stimmen.

Die ausgebildete Pädagogin verbrachte beinahe ihr gesamtes Berufsleben in der Politik. 1990 holte sie einen Sitz im Winterthurer Gemeinderat, bereits im Jahr darauf wurde sie in den Zürcher Kantonsrat gewählt. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach, wo sie 17 Jahre bleiben sollte.

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