- Die Schweiz zählt beim öffentlichen Verkehr zu den sichersten Ländern Europas.
- Besonders gut schneidet die Bahn ab.
- Ausnahme: Der städtische Nahverkehr.
Die Schweiz gilt als eines der sichersten Länder der Welt – auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Das zeigt der Sicherheitsbericht 2025 des Bundesamts für Verkehr (BAV). Im Eisenbahn-, Seilbahn- und Schiffsverkehr kam im vergangenen Jahr kein Passagier und keine Passagierin ums Leben. Die Zahl der Schwerverletzten blieb im einstelligen Bereich.
Besonders gut schneidet die Eisenbahn ab. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz hinter dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden auf Rang drei, wie das BAV mitteilte. Betrachtet man ausschliesslich getötete und schwer verletzte Fahrgäste, weist die Schweiz laut Bundesamt europaweit die besten Werte aus.
Bezieht das BAV neben den Reisenden auch das Personal, andere Verkehrsteilnehmende und den Güterverkehr ein, zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Zahl der schweren Unfälle und Schwerverletzten lag 2025 im oberen Bereich der vergangenen fünf Jahre. Die Zahl der Todesopfer bewegte sich im Durchschnitt.
Stadtverkehr ist besonders gefährlich
Deutlich angespannter ist die Situation im städtischen Verkehr. Im Tram- und Busverkehr stieg die Zahl schwer verletzter und tödlich verunglückter Passagiere in den vergangenen Jahren. 2025 starben drei Menschen.
Das BAV führt viele dieser Unfälle auf Verstösse gegen Verkehrsregeln zurück. Häufig verursachten andere Verkehrsteilnehmende die Kollisionen. Zusammen mit den Transportunternehmen reagierte das Bundesamt deshalb mit Gegenmassnahmen. Im vergangenen Jahr lancierte die Branche unter anderem eine Präventionskampagne, die Fahrgäste zum Festhalten in Tram und Bus aufruft.