Der Abschied von den beiden Elefanten sei ihm schwer gefallen, sagt Zookurator Fabian Schmidt. «‹Rosy› und ‹Maya› haben 27 Jahre bei uns im Zolli gelebt. Einige Betreuerinnen und Betreuer haben mehr Zeit mit ihnen verbracht, als mit der eigenen Familie.»
Nun sind die beiden afrikanischen Elefanten weg. «Rosy» und «Maya» sind in zwei verschiedene Zoos nach Frankreich gebracht worden. Zwei Bezugspersonen haben sie begleitet, um ihnen Reise, Ankunft und Eingewöhnung etwas zu erleichtern.
Vermehrt offene Kämpfe
«Elefanten sind soziale Tiere», sagt Schmidt. «Sie leben in gewachsenen Herden, nicht als zusammengewürfelte Gruppen einzelner Individuen.»
«Rosy» und «Maya» haben sich nie gut verstanden. Nach dem Tod von Leitkuh «Heri» im vergangenen Juni haben sie sich noch mehr gestritten und manchmal sogar offen gegeneinander gekämpft. Darum musste der Zoo handeln und zwei verschiedene Zoos für die beiden Elefanten suchen.
Maya und Rosy im «Basler Zolli»
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Bild 1 von 5. «Maya» und «Rosy» kamen zwar im selben Jahr in den Zoo. Die beiden haben aber nie besonders gut verstanden. Bildquelle: Zoo Basel.
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Bild 2 von 5. «Maya» ist eher zurückhaltend und gelassen. Sie lebt nun im französischen Safaripark Peaugres. Dort ist sie Teil einer Herde mit zwei weiteren Elefantenkühen. Bildquelle: Zoo Basel.
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Bild 3 von 5. Als der Zoo 2017 die neue Elefantenanlage Tembea eröffnete, war «Maya» in der ersten Herde, die sie betrat. Bildquelle: KEYSTONE/Georgios Kefalas.
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Bild 4 von 5. «Rosy» ist neugierig und aufgeweckt. Sie ist jetzt im Zoo Amnéville. Dort lebt sie mit einer anderen Elefantenkuh. Bildquelle: Zoo Basel.
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Bild 5 von 5. Bis zum Eintreffen der neuen Gruppe bleibt die Elefantenanlage unbewohnt. Bildquelle: SRF/Nina Gygax.
Fündig geworden ist er in Frankreich. «Rosy» wird ihr weiteres Leben im Zoo Amnéville verbringen. «Maya» lebt mittlerweile im Safaripark Peaugres.
Die Spannungen der beiden Tiere haben möglicherweise mit ihrer Ankunft in Basel zu tun, vermutet man im Zoo: «Rosy» genoss unter der damaligen Leitkuh «Ruaha» noch Welpenschutz. «Maya» hingegen hat ihren Platz in der Herde nie richtig gefunden.
Schmidt hofft nun, dass sich die Tiere in Frankreich ein neues Leben aufbauen können, mit neuen Herdenmitgliedern.
Seit die Elefantenkühe Basel verlassen haben, hat der Zoo keine Elefanten mehr. Etwa Ende Mai soll sich das aber ändern. Voraussichtlich dann kommen andere Elefanten nach Basel. Wie viele es sind, bleibt noch geheim. Nur soviel: Es sind erneut weibliche Tiere.
Die Zeit, bis die neue Gruppe kommt, nutzt der Zoo für Reparaturen an der Elefantenanlage. Die Anlage bleibt offen.