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Tödlicher Schuss Grenzwache erschiesst mutmasslichen Autodieb auf der Autobahn A3

  • Am Freitagmorgen wurde ein mutmasslicher Autodieb auf der A3 bei Augst BL erschossen.
  • Den Schuss hatte ein Grenzwächter abgegeben.
  • Die Militärjustiz hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Wie die Baselbieter Polizei am Freitag mitteilte, erhielt die Einsatzzentrale um 6:30 Uhr die Meldung, dass auf der Autobahn A3 im Bereich Bözberg drei gestohlene Personenwagen gesichtet worden seien. Kurz vor der Verzweigung Augst BL war es zuvor zu mehreren Kollisionen mit anderen Autos gekommen.

Mitarbeitende des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und der Polizei Basel-Landschaft hielten daraufhin drei Fahrzeuge an, wie Polizeisprecher Patrick Blatter gegenüber SRF sagte. Dabei sei es zu einem Schusswaffeneinsatz eines Mitarbeiters des BAZG gekommen, «Dabei wurde der mutmassliche Autodieb getötet», so Blatter.

Beim Getöteten handle es sich um einen Mann «eher jüngeren Jahrgangs». Die beiden andern mutmasslichen Autodiebe seien festgenommen worden.

Militärjustiz leitet Untersuchung ein

Weshalb der BAZG-Mitarbeiter die Waffe zog und abdrückte, ist unklar. «Bezüglich der Schussabgabe geben wir derzeit wegen der laufenden Ermittlungen keine Auskunft», sagt Blatter. Staatsanwaltschaft und Militärjustiz hätten Verfahren eingeleitet. «Es wird abgeklärt, ob die Schusswaffe zu Recht eingesetzt wurde», so Blatter.

Bei den vorausgegangenen Kollisionen hat sich eine weitere Person leicht verletzt. Die Autobahn war nach der Schiesserei mehrere Stunden lang zwischen Rheinfelden und Augst gesperrt. Obwohl der Verkehr umgeleitet wurde, kam es zu starken Verkehrsbehinderungen.

Vermutlich seien die teuren Autos im Kanton Graubünden gestohlen worden, so Blatter. Die mutmasslichen Autodiebe waren demnach länger durch die Schweiz gefahren, bis sie im Kanton Aargau entdeckt und im Kanton Baselland angehalten wurden.

Regionaljournal Basel, 09.01.2026, 17:30 Uhr ; 

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