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Brand von Crans-Montana Nationaler Trauertag – das ist geplant

Zeremonie, hochrangige Gäste und Traueraktionen: Die Schweiz gedenkt am Freitag der Opfer der Brandkatastrophe.

Nationaler Trauertag: Die Schweiz begeht am Freitag einen nationalen Trauertag im Gedenken an die Brandkatastrophe in der Silvesternacht, bei der 40 junge Menschen ums Leben kamen und 116 schwer verletzt wurden. Um 14:00 Uhr sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer Schweigeminute. In Städten, Gemeinden und Schulen finden weitere Gedenkakte statt.

Die Gedenkzeremonie: Die offizielle Trauerfeier beginnt um 13:45 Uhr im Messezentrum CERM in Martigny und ist nicht öffentlich zugänglich. Angehörige der Opfer sowie geladene Gäste nehmen teil. Die Trauerfeier wird ab 13:30 Uhr live auf SRF 1 und im Ticker übertragen. Für die Bevölkerung von Crans-Montana wird eine öffentliche Live-Übertragung organisiert, damit auch am Ort der Katastrophe gemeinsam Abschied genommen werden kann.

Das CERM in Martigny

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Die Gedenkveranstaltung wurde nicht nur wegen des angekündigten Schneefalls nach Martigny verlegt.

Nicolas Bideau, Kommunikationschef Aussendepartement EDA, erklärt gegenüber SRF, dass die Veranstaltung eine Herausforderung sei. «Es war viel einfacher für uns, das in Martigny zu organisieren», erklärt Bideau.

Zudem sei dem EDA wichtig gewesen, dass betroffene Familie, Vertreter aus der Politik aus der Schweiz und politische Vertreter aus dem Ausland zusammen seien, so Bideau.

Bundesrat und Kanton: An der Zeremonie nehmen drei Bundesräte teil: Bundespräsident Guy Parmelin, Aussenminister Ignazio Cassis und Justizminister Beat Jans. Ebenfalls anwesend ist Bundeskanzler Viktor Rossi. Der gesamte Walliser Staatsrat wird an der Gedenkfeier vertreten sein. Der Bund hatte den Freitag offiziell zum nationalen Trauertag erklärt.

Bundespräsident Guy Parmelin (mitte) wird am Freitag an der Gedenkzeremonie in Martigny teilnehmen.
Legende: Bundespräsident Guy Parmelin (mitte) wird am Freitag an der Gedenkzeremonie in Martigny teilnehmen. KEYSTONE/Alessandro della Valle (Archiv)

Internationale Gäste: Eingeladen sind Vertreter aus 37 Staaten sowie der Europäischen Union, bislang haben rund 30 Länder ihre Teilnahme zugesagt. Erwartet werden unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella, Luxemburgs Grossherzog Henri, Belgiens Premierminister Bart De Wever, Serbiens Aussenminister Marko Djuric sowie EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. Erwartet werden in Martigny auch Vertreterinnen und Vertreter der anderen Staaten, aus denen die Todesopfer und Verletzten stammen, sowie der Länder, die ihre Hilfe angeboten haben. 

Eine Fahne der Schweiz, die auf Halbmast gesetzt wurde
Legende: Das VBS hat am Mittwoch mitgeteilt, dass in Bern die Fahnen des Bundeshauses und der Bundesgebäude auf Halbmast gesetzt werden. KEYSTONE/Anthony Anex (Archiv)

Sicherheitsmassnahmen: Wegen der hochrangigen Gäste gelten in Martigny umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Hunderte Einsatzkräfte von Gemeinde-, Kantons- und Bundespolizei stehen im Einsatz. Es kommt zu Strassensperrungen und Umleitungen. Der Zugverkehr zwischen Martigny und Martigny-Bourg ist von 11:00 bis 17:00 Uhr eingestellt, Bahnersatzbusse verkehren.

Regionale Aktionen: Auch kantonal und lokal wird der Trauertag begangen: In Bern halten etwa die Trams und Busse von Bernmobil am Freitag um 14 Uhr für 20 Sekunden an und betätigen die Warnblinker zum Gedenken. Im bernjurassischen Valbirse ist ein Trauermarsch geplant. Auch an Schulen wird das Unglück thematisiert, um Raum für Anteilnahme und Verarbeitung zu schaffen, so etwa im Schulhaus Malleray, wo 40 Kerzen für die Opfer und 116 Rosen für die Verletzten niedergelegt werden.

Tagesschau, 07.01.2026, 19:30 Uhr ; 

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