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Trockenheit So können Sie den Garten bei eingeschränkter Wassernutzung retten

Ihre Gemeinde hat die Wassernutzung zum Giessen wegen der anhaltenden Trockenheit eingeschränkt oder verboten? Hier finden Sie Tipps, wie Sie Verluste in Ihrem Garten reduzieren.

Gibt es Alternativen zur Bewässerung mit Leitungswasser? Für Stéphane Constantin von der Gärtnerei Constantin in Martigny VS ist die Gartengestaltung entscheidend. Bereits im Vorfeld sollten ein Bewässerungssystem integriert und Pflanzenarten ausgewählt werden, die trockenheits- und windresistent sind. Es gebe auch Rasensamen, die widerstandsfähiger sind als etwa ein Zierrasen. Diese Entscheidungen reduzieren den Pflege- und Bewässerungsaufwand. Am besten sei es, im eigenen Garten ein Regenwassersammelsystem zu haben. Mit Zisternen von 1500 bis 2000 Litern lässt sich ein Garten mehrere Wochen lang bewässern.

Hand hält Gartenschlauch, Wasser spritzt.
Legende: Keystone / JULIAN STRATENSCHULTE

Bäume, Sträucher, Gemüse, Rasen – welche Pflanzen haben Vorrang? Bei starken Einschränkungen «muss man sich auf das Wesentliche beschränken und die Vegetation retten», erklärt Gärtner Constantin weiter. Vorrang müssten Bäume und Sträucher haben, insbesondere junge Bäume, die jünger als drei bis fünf Jahre sind. Denn diese seien am teuersten zu ersetzen. Danach folgten die Topfpflanzen, die sehr schnell austrocknen. Dann kommen Stauden, Rosen und Blumen. Es sei wichtig, verwelkte Blüten zu entfernen, damit sich die Pflanze auf ihr Überleben konzentrieren kann. Auch wenn manche der Pflanzen nicht mehr gut aussehen, könnten sie sich noch erholen. Der Gemüsegarten wiederum ist in der Regel der empfindlichste Bereich, auch wenn das Giessen dort oft weiterhin erlaubt ist. Man sollte sich dort auf die Pflanzen konzentrieren, die noch Ertrag bringen, und Obst und Gemüse schnell ernten, um den Pflanzen die Belastung zu ersparen. Der Rasen hat die geringste Priorität. Selbst wenn er vergilbt ist, ist er nicht abgestorben: Er geht in eine Ruhephase über und wird mit dem Regen wieder grün.

Keine Trinkwasserknappheit – regionale Nutzungskonflikte

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Eine Trinkwasserknappheit dürfte in der Schweiz nicht so bald eintreten – trotz einer weiteren Hitzewelle, die für kommende Woche erwartet wird. Grundsätzlich verfüge die Schweiz weiterhin über grosse Wasserressourcen, hält das Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA fest. Allerdings könnten Trockenperioden regional und zeitlich begrenzt zu Wasserknappheit und Nutzungskonflikten führen. Ob und ab wann es zu konkreten Problemen bei der Trinkwasserversorgung kommt, lasse sich nicht schweizweit beantworten, so das Bafu. Der Grund: die Wasserhoheit liege bei den Kantonen; die Wasserversorgung sei kommunal beziehungsweise kantonal organisiert und hänge stark von den lokalen Wasserressourcen, der Infrastruktur sowie der Vernetzung der Versorgungssysteme ab. (sda)

Wie lassen sich Verluste reduzieren? Zunächst einmal sollte der Boden einen hohen Gehalt an organischen Stoffen aufweisen. «Ein lebendiger Boden ist widerstandsfähig, und so steht das Wasser für alle leichter zur Verfügung», erklärt Alexandre Monod von der Hochschule für Landschaftsgestaltung, Ingenieurwesen und Architektur in Genf (Hepia). Böden, die arm an organischen Stoffen sind, sind kompakter, weniger durchlüftet und porös und lassen das Wasser weniger gut versickern und verwerten. Wenn eine Notfallbewässerung erlaubt ist, sei es besser, tief zu giessen als oft, aber nur oberflächlich. Das rege die Wurzeln dazu an, noch tiefer zu wachsen. «Das ist besser als eine Tropfbewässerung von wenigen Minuten pro Tag.» Es sei weiter auch wichtig, abends und punktuell zu giessen. Ein weiterer Tipp ist die Streuung von Holzspänen, Laub oder Stroh um den Baumfuss. Das helfe, die Feuchtigkeit zu bewahren – und reduziere die Verdunstung aus dem Boden erheblich. Der Rasen sollte nicht gemäht werden. Denn so schützt er den Boden vor Austrocknung.

Rasen mit einem laufenden Sprinkler vor einem Maschendrahtzaun.
Legende: In vielen Gemeinden ist das Wässern des Rasens mittlerweile verboten. Keystone / LAURENT GILLIERON

Welche Pflanzen halten Hitze am besten aus? Am besten ist es, Gartenpflanzen sorgfältig auszuwählen. Manche Arten sind weniger hitzeempfindlich als andere. Dies gilt für mediterrane Pflanzen wie etwa Rosmarin, Lavendel, Salbei und Thymian. Achillea, Gaura, Nepeta, Malve und Echinacea sind ebenfalls Stauden, die Hitze gut vertragen. Auch Ulmen und Steineichen halten die Hitze gut aus.

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Echo der Zeit, 17.7.2026, 6:31 Uhr ; 

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