- Fast 60 Prozent der Erwachsenen finden, dass es in der Schweiz zu wenig verfügbaren Wohnraum in ihrer Region gibt.
- Gleichzeitig ist eine Mehrheit aber gegen verschiedene bauliche Massnahmen, mit denen mehr Wohnraum geschaffen werden könnte.
- Die Umfrage wurde letzten November bei mehr als 1000 Erwachsenen aus allen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Gibt es zu wenig Wohnraum in ihrer Region? Ja – antworten 59 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Comparis. In den Städten waren es sogar 66 Prozent.
Doch 50 Prozent der Umfrageteilnehmenden lehnen den Bau von höheren Gebäuden (mehr als sechs Stockwerke) in ihrer Gemeinde ab. Nur 45 Prozent sind dafür, dass so mehr Wohnraum geschaffen wird.
Keine Verdichtung, keine neuen Bauzonen
68 Prozent der Befragten waren gegen eine dichtere Bebauung mit weniger Grünflächen und kleineren Abständen. Neue Bauzonen auf Kosten von Landwirtschafts- oder Grünflächen wurden von zwei Drittel der Befragten abgelehnt.
Die Umfrage zeige, dass die Schweiz zwar mehr Wohnraum brauche, aber nicht wisse, woher dieser kommen solle, stellt Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser in der Medienmitteilung fest. Die Forderung nach mehr Wohnraum und das gleichzeitige Verhindern von baulichen Veränderungen sei ein Widerspruch.
Junge am ehesten für bauliche Lösung
Am stärksten spüren laut der Umfrage den Wohnungsmangel die jungen Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren (65 Prozent) und die städtische Bevölkerung (66 Prozent). Diese beiden Gruppen waren denn auch in der Umfrage am ehesten für bauliche Massnahmen zur Lösung der Wohnungsnot zu gewinnen.
52 Prozent der jungen Befragten wären bereit, höher als sechs Stockwerke zu bauen, und 54 Prozent der Städterinnen und Städter. In der Agglomeration sagen jedoch nur 39 Prozent der Befragten Ja zu höheren Gebäuden.
Die Umfrage wurde im November 2025 unter 1039 Erwachsenen schweizweit durchgeführt.