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Urteil Tötung von 15-Jährigem Nach tödlichem Messerstich in Aesch: Massnahme statt Gefängnis

  • Der 19-jährige Täter wird zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 8 Monaten verurteilt.
  • Der Vollzug wird zugunsten einer Massnahme aufgeschoben.
  • Der Mann wird wegen vorsätzlicher Tötung und weiterer Delikte verurteilt.

Der Mann hatte im Juni 2024 einen 15-Jährigen tödlich mit einem Messer verletzt. Das Todesopfer und zwei Freunde hatten laut Anklageschrift geplant, den späteren Täter auf dem Areal der Schulanlage Neumatt in Aesch BL anzugreifen. Bei der resultierenden Auseinandersetzung kam es zum tödlichen Messerstich.

Jugendlicher mit Messer niedergestochen: Die Tat von 2024

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Der 18-Jährige ging nachts auf einen Schulhof, dorthin bestellt von einem anonymen Anrufer. Maskierte traten aus dem Schatten. Der Mann stach mit einem Messer zu und einer der drei Angreifer starb kurz darauf im Spital – ein 15-Jähriger. Ereignet hat sich die dramatische Tat Ende Juni 2024 in Aesch BL.

Ohne sich um den Niedergestochenen zu kümmern oder Hilfe zu rufen, machte sich der 18-Jährige aus dem Staub und vergrub das Messer zu Hause im Garten. Am selben Morgen wurde er festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor der nächsten Instanz angefochten werden.

Streit, Eifersucht, Mobbing

Das verbotene Einhand-Klappmesser hatte der Beschuldigte gemäss Anklage mitgenommen, weil er beim nächtlichen Rencontre einen handgreiflichen Konflikt befürchtet hatte. Schon zuvor habe er nämlich anonyme Anrufe erhalten. So habe er vermutet, dass eine Gruppe von über einem Dutzend Jugendlichen ihn ins Visier genommen habe.

Eingang des Strafjustizzentrum in Muttenz BL.
Legende: Der erstinstanzliche Strafprozess findet im Strafjustizzentrum in Muttenz beim Bahnhof statt. SRF / Roger Lange

Er selber bestreitet dies jedoch. Dem Gericht vorliegende Chatverläufe belegen indes Absichten aus dieser Gruppe, ihn zu verprügeln. Die genauen Hintergründe blieben unscharf. Die Rede war von Gerüchten, Eifersucht und Mobbing. Eine Ex-Freundin trat als Zeugin auf.

Trauermarsch durch Aesch

Die Bluttat hatte damals viele Menschen aufgewühlt; es kam auch zu einem grossen Trauermarsch durch Aesch, das unweit von Basel liegt. Das Interesse am erstinstanzlichen Prozess am Baselbieter Strafgericht war so gross, dass ein Teil der Interessierten und Medienschaffende ihn in einem zweiten Saal per Video verfolgen müssen.

Regionaljournal Basel Baselland, 11.2.2026, 17:30 Uhr ; 

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