- Die Nähmaschinenherstellerin Bernina prüft eine Verlagerung der Produktion von Steckborn nach Thailand.
- Betroffen wären laut dem Unternehmen rund 40 von insgesamt 334 Angestellten.
- Die US-Zölle und der starke Franken bereiten dem Thurgauer Traditionsunternehmen offenbar grosse Mühe.
- Bernina macht rund zwei Drittel des Umsatzes in den USA.
Bereits im vergangenen Herbst gab die Nähmaschinenherstellerin Bernina einen kleineren Stellenabbau bekannt. Damals mussten 7 Angestellte der Montageabteilung das Unternehmen verlassen. Die Begründung war, man habe wirtschaftliche Probleme. Verantwortlich seien die US-Zölle – damals noch bei 39 Prozent – sowie der starke Franken im Verhältnis zum US-Dollar. Die Firma stellte eine Taskforce zusammen, welche die Entwicklungen in den USA laufend beurteilt.
Am Thurgauer Hauptsitz wird eine hochpreisige Nähmaschine produziert, die in den USA besonders gefragt ist. Bernina ist stark vom US-Markt abhängig. Rund 70 Prozent des Konzernumsatzes stammen aus dem US-Geschäft. Das habe man im letzten halben Jahr besonders zu spüren bekommen, steht in einer Mitteilung. In den USA hätten signifikante Preiserhöhungen durchgesetzt werden müssen. Wie sich das auswirke, sei schwer abzuschätzen.
Fertigung in Asien statt im Thurgau?
Heute nun gab der Thurgauer Traditionsbetrieb bekannt, dass die Produktion vom Standort Steckborn ins Ausland verlagert werden soll. Die Mitarbeitenden sind heute über die Pläne informiert worden. In Thailand betreibt Bernina seit 1990 ebenfalls eine Produktionsstätte. Dort werden gemäss Website des Unternehmens Nähmaschinen des tiefen und mittleren Preissegments hergestellt.
Sollte die Produktion nach Asien verlagert werden, seien maximal 40 Personen betroffen, schreibt Bernina. Am Thurgauer Hauptsitz arbeiten rund 330 Angestellte, weltweit sind es laut Bernina mehr als 1200. Bis am 11. Februar läuft ein Konsultationsverfahren.