Geschätzt 1000 Frauen haben an der Demonstration zum Frauentag in Zürich teilgenommen. Besammlung der illegalen Demonstration war auf dem Paradeplatz, auf dem der Verkehr deswegen rasch zum Erliegen kam. Einige vermummte Frauen enterten das Tramhäuschen. Andere spannten Seile über die Gleise. Motto des Anlasses war «feministisch und militant».
Entlang der Route vom Zürcher Paradeplatz zum Helvetiaplatz gab es zahlreiche Sachbeschädigungen. Schon kurz nachdem sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, kam es zu ersten Schmierereien an Schaufenstern. Bei mehreren Tramstationen bemalten Vermummte den Boden mit roter Farbe. Die Stadtpolizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort, liess die Frauen aber gewähren.
«Solidarisches Fernbleiben» der Männer in Zürich
Männer waren im Demonstrationszug praktisch keine zu sehen. Schon auf dem Flyer wurden Männer dazu aufgerufen, der Kundgebung «solidarisch fernzubleiben».
Tausende Personen haben auch in Lausanne an einer Demonstration zum Frauentag teilgenommen. In der Waadt hat das Kollektiv «Grève féministe Vaud» (Feministischer Streik Waadt) zum Streik aufgerufen.
Die Teilnehmenden haben «gegen imperialistische Kriege» demonstriert. «Gegen die Sparpolitik, die unser Leben zerstört und imperialistische Kriege finanziert»: Unter diesem Motto versammelten sich die Demonstrantinnen und Demonstranten zunächst vor der Kathedrale.
Gefordert wurden mehr Mittel für die Gesundheitsversorgung, öffentliche Dienstleistungen und die Prävention von sexistischer und sexueller Gewalt, mehr Krippenplätze und ein Ende der Sparpolitik.
Der Demonstrationszug endete gegen 17:00 Uhr an der Esplanade de Montbenon. Bunte Plakate, Musik und feministische Slogans prägten die Demonstration, an der laut Zählung von Keystone-SDA mehr als 3000 Menschen teilnahmen. Laut Angaben der Lausanner Stadtpolizei waren es 1200.