- Im Lago Maggiore sind Blaualgen entdeckt worden. Die Behörden raten Badenden zur Vorsicht.
- Die ersten Blaualgen seien am Donnerstag bei Muralto TI festgestellt worden, teilte das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales mit.
- Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch andere Uferabschnitte betroffen sein könnten.
Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, nur in klarem Wasser zu schwimmen und den Kontakt mit sichtbaren Blaualgen-Ansammlungen zu meiden. Kleinkindern und Menschen mit empfindlicher Haut wird vom Baden abgeraten. Auch Hunde und andere Haustiere sollten dem Wasser fernbleiben.
Blaualgen sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Fachleute sprechen daher von Cyanobakterien. Der Name Blaualgen ist historisch bedingt, da sie früher wegen ihrer blaugrünen Farbe fälschlicherweise für Algen gehalten wurden.
In Seen kommen Cyanobakterien laut dem Wasserforschungsinstitut der Eawag vor allem im Sommer und Herbst vor. Sie profitieren von länger anhaltenden sommerlichen Bedingungen, die ihr Wachstum begünstigen, und von fehlender Wasserdurchmischung – diese verhindert, dass die Bakterien absinken.