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Vorsicht beim Baden Tessiner Behörden warnen vor Blaualgen im Lago Maggiore

  • Im Lago Maggiore sind Blaualgen entdeckt worden. Die Behörden raten Badenden zur Vorsicht.
  • Die ersten Blaualgen seien am Donnerstag bei Muralto TI festgestellt worden, teilte das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales mit.
  • Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch andere Uferabschnitte betroffen sein könnten.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, nur in klarem Wasser zu schwimmen und den Kontakt mit sichtbaren Blaualgen-Ansammlungen zu meiden. Kleinkindern und Menschen mit empfindlicher Haut wird vom Baden abgeraten. Auch Hunde und andere Haustiere sollten dem Wasser fernbleiben.

Person taucht im Wasser vor Landschaft mit Häusern und Bergen.
Legende: Vor dem Sprung in den Lago Maggiore ist derzeit ein prüfender Blick gefragt. Keystone/Ti-Press/Pablio Gianinazzi (Archiv)

Blaualgen sind eigentlich keine Algen, sondern Bakterien. Fachleute sprechen daher von Cyanobakterien. Der Name Blaualgen ist historisch bedingt, da sie früher wegen ihrer blaugrünen Farbe fälschlicherweise für Algen gehalten wurden.

In Seen kommen Cyanobakterien laut dem Wasserforschungsinstitut der Eawag vor allem im Sommer und Herbst vor. Sie profitieren von länger anhaltenden sommerlichen Bedingungen, die ihr Wachstum begünstigen, und von fehlender Wasserdurchmischung – diese verhindert, dass die Bakterien absinken.

Von Hautausschlägen bis zu grippeähnlichen Symptomen

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Boot auf einem von Algen bedeckten See mit Häusern am Ufer.
Legende: Blaualgen im Luganersee im Jahr 2023. Keystone/Elia Bianchi

«Nicht alle Cyanobakterien-Blüten sind toxisch», erklärte ein Eawag-Sprecher in einem früheren Bericht von SRF. Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation besagen, dass milde Symptome wie Hautausschläge und gerötete Augen bei 20'000 Cyanobakterien-Zellen pro Milliliter auftreten können. Wenn die Zahl 100'000 Zellen pro Milliliter betrage, könne die Toxin-Konzentration kritische Werte erreichen, was zu Atembeschwerden und grippeähnlichen Symptomen führen könne.

Gefährlich werde es, wenn Wasser geschluckt werde, bei Konzentrationen ab 10 bis 100 Millionen Zellen pro Milliliter. Das könne bei Badenden zu Vergiftungssymptomen wie Übelkeit und Durchfall führen. «Dann ist aber das Wasser derart trüb, dass Baden zum Glück kaum attraktiv ist», so der Eawag-Sprecher.

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