Heute entscheidet Graubünden über die politische Zukunft des Kantons: 522 Kandidierende kämpfen um die 120 Sitze im Grossen Rat. Vier Jahre nach der Einführung des Proporzsystems steht die nächste Bewährungsprobe an. Bereits 2022 hatte das neue Wahlsystem die politischen Kräfteverhältnisse deutlich verändert.
Grüne wagen den Alleingang
Die Mitte geht als stärkste Kraft in die Wahl. Gleichzeitig hoffen mehrere Parteien auf Zugewinne oder wollen ihre Position verteidigen. Besonders spannend wird sein, ob die SVP ihren Aufwärtstrend fortsetzen kann und wie sich der Alleingang der Grünen erstmals seit der Wahlreform auf die Sitzverteilung auswirkt. Anders als vor vier Jahren treten sie diesmal ohne gemeinsame Liste mit der SP an.
Im Wahlkampf standen Themen wie Wohnungsnot, Gesundheitsversorgung, Klimaschutz, Fachkräftemangel, Wirtschaftsförderung und die Zukunft der Bergregionen im Zentrum.