Bei der Wahl des Stadtpräsidiums in Winterthur erhielten sie fast gleich viele Stimmen – keiner von beiden erreichte aber das absolute Mehr: Kaspar Bopp (SP) und Stefan Fritschi (FDP). Am Sonntag, 10. Mai, entscheidet sich nun, wer von den Kandidaten die Nachfolge des langjährigen Stadtpräsidenten Michael Künzle (Mitte) antritt.
Spannende Ausgangslage
Die Ausgangslage verspricht Spannung. Im ersten Wahlgang erhielt Kaspar Bopp fürs Präsidium knapp 700 Stimmen mehr als Stefan Fritschi. Allerdings landete dieser bei der Wahl in den Stadtrat auf Platz eins – mit fast 400 Stimmen vor Kaspar Bopp.
14 Jahre prägte Mitte-Politiker Michael Künzle Winterthur als Stadtpräsident. Dieses Mal trat er nicht mehr an. Vor ihm war Ernst Wohlwend von der SP an der Spitze der Stadtregierung.
Nun will Finanzvorsteher Kaspar Bopp, der seit 2019 im Stadtrat ist, das Präsidium zurückerobern. Es ist sein zweiter Anlauf. Stefan Fritschi, Vorsteher des Departements Technische Betriebe, ist seit 2010 im Stadtrat. Er will das Präsidium für die Bürgerlichen verteidigen.