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Wahlen Stadt Zürich Enges Rennen um die neun Stadtratssitze in Zürich

Am 8. März entscheidet die Zürcher Stimmbevölkerung, wer in den Stadtrat einzieht. Ob die SP ihre vier Sitze verteidigen kann und der Stadtrat noch linker wird, ist offen.

Die Ausgangslage in Zürich ist so spannend wie seit langem nicht mehr. Denn drei der neun Stadträtinnen und Stadträte treten nicht mehr an: Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) und die beiden Stadträte Filippo Leutenegger (FDP) und André Odermatt (SP) verzichten auf eine weitere Amtszeit.

Kann die SP ihre vier Sitze verteidigen, oder verliert sei einen auf Kosten des bekannten grünen Nationalrats Balthasar Glättli? Oder verliert die FDP einer ihren beiden Sitze? Der Ausgang der Wahlen ist offen.

Sechs Bisherige treten nochmals an

Kaum zittern muss Daniel Leupi von den Grünen. Der Finanzvorsteher ist seit 2010 Stadtrat. Jahr für Jahr konnte der 60-Jährige Millionenüberschüsse in der Rechnung präsentieren. Unterdessen haben sich die Finanzprognosen aber verschlechtert und Leupi will Investitionen priorisieren. Nichtsdestotrotz sitzt er fest im Sattel. Laut der aktuellsten Tamedia-Wahlumfrage würde er am 8. März gar die meisten Stimmen holen.

Alle bisherigen Stadtratskandidatinnen und Stadtratskandidaten

Gute Chancen für weitere vier Jahre gewählt zu werden, hat auch Sozialvorsteher Raphael Golta von der SP. Der 50-Jährige bewirbt sich ausserdem als Nachfolger von Corine Mauch im Stadtpräsidium. Für dieses Amt gilt er als Kronfavorit.

Die Wiederwahl schaffen dürften auch Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) und Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP). Beide sind seit acht Jahren im Stadtrat. Auch Michael Baumer von der FDP, der die Wahl vor vier Jahren nur knapp schaffte, würde laut der neusten Wahlumfrage für weitere vier Jahre gewählt.

Alle Bisherigen im Interview

Am schlechtesten aller bisherigen Stadträtinnen und Stadträte schneidet, laut Umfrage, Tiefbauvorsteherin Simone Brander von der SP ab. Die 47-Jährige sorgte kürzlich für Aufsehen, unter anderem weil sie die Gratis-Entsorgungscoupons abgeschafft hat. Die Wiederwahl dürfte aber auch sie schaffen.

Elf Neue greifen an

Mit Balthasar Glättli mischt ein national bekannter Politiker den Wahlkampf in Zürich auf. Der 54-Jährige sitzt seit 14 Jahren für die Grünen im Nationalrat. Vier Jahre lang war er Präsident der Grünen Schweiz. Nun will Glättli zurück in die Lokalpolitik und Stadtrat von Zürich werden.

Zwar haben die Grünen bereits zwei Sitze in der Regierung. Durch seine Bekanntheit sind Glättlis Chancen aber durchaus intakt. Laut der aktuellsten Tamedia-Umfrage würde Glättli sogar auf dem vierten Rang landen. Direkt vor SP-Nationalrätin Céline Widmer, die ebenfalls neu kandidiert.

Sie wollen neu in den Zürcher Stadtrat

Durchaus intakt stehen die Chancen auch für Përparim Avdili. Der 38-Jährige mit Wurzeln in Nordmazedonien will den zweiten FDP-Sitz verteidigen, der durch den Rücktritt von Filippo Leutenegger frei wird. Daneben kandidiert er auch fürs Stadtpräsidium.

Laut Umfrage liefert sich Avdili ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit SP-Kandidat Tobias Langenegger, der den vierten Sitz der SP in der Stadtregierung verteidigen will. Der 40-Jährige ist Kantonsrat und dort Co-Präsident der SP-Fraktion.

Die Neuen im Porträt

Schwierig haben dürften es Ueli Bamert (SVP) und Serap Kahriman (GLP). Beide kandidieren zwar auch fürs Stadtpräsidium. Die SVP ist seit 35 Jahren nicht mehr im Stadtrat vertreten und die GLP kämpft ohne Schützenhilfe von links und rechts.

Auch Marita Verbali (FDP), Sandra Gallizzi (EVP), Karin Weyermann (Mitte), Tanja Maag (AL) und Mikhail Shalaev (Jungfreisinnige) bleiben laut aktueller Umfrage chancenlos.

Weitere Kandidierende

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  • Rita Maiorano, PdA
  • Sevin Senem Satan, PdA
  • Bettina Aeppli, Freie Liste
  • Marcel Bühler, Freie Liste
  • Thomas Horath, Freie Liste
  • Alex Karrer, Freie Liste
  • Jan Holtkamp, Volt Schweiz
  • Peter Vetsch, Parteilos

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6.2.2026, 17:30 Uhr ; 

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