Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Wenn der Schweizer ÖV erwacht Von 0 auf 6488 in vier Stunden

Artikel wird geladen...

Der früheste Busfahrer der Schweiz

Box aufklappen Box zuklappen
Mann steht vor einem gelben Bus auf einem Parkplatz.
Legende: Postauto

Marcel Althaus ist der Frühaufsteher aller Schweizer Busfahrer und startet mit seiner Busfahrt den Schweizer ÖV-Tag. Wir haben ihm drei Fragen gestellt.

1. Welche Passagiere fahren bei Ihnen früh morgens mit?
Bei den ersten Fahrten am Morgen sind es überwiegend Mitarbeitende der Lonza, die zur Arbeit fahren. Dafür sind wir der Lonza sehr dankbar, da sie einen Teil der Kosten für das Streckenabonnement ihrer Mitarbeitenden übernimmt. Schade ist allerdings, dass nicht noch mehr Mitarbeitende dieses Angebot nutzen. Gelegentlich fahren auch Personen mit, die nach einer langen Nacht oder einem Ausgang auf dem Heimweg sind.

2. Gib es einsame Fahrmomente?
Ja, das kommt im Sommer je nach Schichtbetrieb der Lonza gelegentlich vor. Ich empfinde diese Fahrten jedoch keineswegs als negativ. Im Gegenteil: Ich geniesse den frischen Morgenduft der Berge, die herrliche Aussicht ins Tal, den hell beleuchteten Bahnhof Brig und die ersten Sonnenstrahlen, die den Tag beginnen lassen. Das sind jeweils besondere Momente.

3. Was ist das Highlight der ersten Fahrt am frühen Morgen?
Das Highlight ist für mich klar die besondere Stimmung am frühen Morgen. Die Ruhe, die klare Bergluft, der Blick ins Tal und der Sonnenaufgang machen jede erste Fahrt zu einem einzigartigen Erlebnis.

Methodik und Daten

Box aufklappen Box zuklappen

Die Daten
Die Visualisierung zeigt den gesamten öffentlichen Verkehr der Schweiz an einem einzigen Tag: den Montag, 2. März 2026.

Grundlage ist der offizielle GTFS-Fahrplandatensatz der SBB, der sämtliche Verbindungen des schweizerischen Fahrplanverbunds enthält.

Der Datensatz umfasst rund 215 000 einzelne Fahrten und wurde über 1,7 Millionen Streckenabschnitte animiert.

Die Methode
Jedes Fahrzeug bewegt sich entlang der tatsächlich hinterlegten Liniengeometrie – nicht einer geraden Verbindung zwischen zwei Haltestellen.

Die SBB veröffentlicht im GTFS-Datensatz sogenannte «Shapes»: die exakten GPS-Koordinaten jeder Linie. Diese Geometrie wird in kurze Abschnitte unterteilt, und jedem Abschnitt wird anhand des Fahrplans ein genaues Zeitfenster zugewiesen.

So entsteht eine proportionale Interpolation: Ein Zug, der um 8:00 Uhr abfährt und um 9:00 Uhr ankommt, befindet sich nach 30 Minuten an der Hälfte seiner Route.

Für die wenigen Fahrten ohne hinterlegte Geometrie (rund 4 500 von 1,75 Millionen Abschnitten) wird als Fallback eine direkte Verbindungslinie zwischen den Haltestellen gezeichnet.

Warum auch Verbindungen ausserhalb der Schweiz?
Der Datensatz enthält bewusst auch Verbindungen über die Landesgrenze hinaus. Der Filterbereich umfasst einen geografischen Ausschnitt von Breite 43–52° Nord und Länge 3–17° Ost, also grob das Gebiet von Norditalien bis Süddeutschland, von Frankreich bis Österreich.

Jeder Streckenabschnitt, dessen beide Endpunkte innerhalb dieses Rechtecks liegen, wird angezeigt. Das hat zwei Konsequenzen: Erstens sind grenzüberschreitende Linien (zum Beispiel Basel–Freiburg oder Genf–Lyon) in ihrem sichtbaren Teil enthalten.

Zweitens erscheinen vereinzelt Verbindungen aus dem SBB-Fahrplan, die gar nicht die Schweiz berühren – etwa wenn eine im Datensatz hinterlegte internationale Linie einen Abschnitt innerhalb des Begrenzungsrechtecks hat.

Was fehlt und was zu beachten ist
Der SBB-GTFS-Datensatz bildet primär das schweizerische Netz ab. Ausländische Verkehrsunternehmen, die nicht im schweizerischen Fahrplanverbund integriert sind, fehlen weitgehend.

Ebenfalls nicht enthalten sind Fahrten auf Abruf (Anrufbus, Taxi), private Kurierdienste sowie Fahrplandaten, die am 2. März 2026 aufgrund von Ausnahmeregelungen (Baustellen, Sonderfahrpläne) nicht galten.

Die Zeitangaben basieren auf den Sollankunfts- und -Abfahrtszeiten. Verspätungen oder tatsächliche Echtzeitsituationen sind nicht berücksichtigt.

Dargestellt wird somit der ideale, planmässige Betrieb eines Werktags im Frühjahr 2026.

Impressum

Box aufklappen Box zuklappen
Grafik einer Uhr über einer Karte mit Zügen, Bussen und Booten im Hintergrund.
Legende: SRF

Dominique Marcel Iten (Redaktion), Balz Rittmeyer (Interactive-Design)

SRF 3, 14.07.2026, 06:00 Uhr

Meistgelesene Artikel