- Seit dem Bergsturz in Blatten Ende Mai 2025 war unklar, wie die Betroffenen für ihr Land entschädigt werden.
- Die Gemeinde Blatten hat dies nun geklärt, wie sie mitteilt. Es gibt dafür 19 Millionen Franken: 15 von der Glückskette, 4 vom Bund.
- Insgesamt wurden 160’472 Quadratmeter Bauland verschüttet. Pro Quadratmeter werden 130 Franken aus dem Spendentopf ausbezahlt.
Nach dem Bergsturz in Blatten im Lötschental haben viele Bewohnerinnen und Bewohner alles verloren. Schutt und Geröll blieb zurück und die Frage: Wie viel ist ihr verschüttetes Land noch wert?
Dieser verschüttete Boden sei der grösste Schaden, der nicht versicherbar ist, betont die Gemeinde: «Insgesamt wurden 160’472 Quadratmeter Bauland verschüttet – sowohl überbautes als auch unbebautes Land mit erheblichem Wert.» Dieser Verlust werde nun entschädigt, damit die Betroffenen mit dem Geld wieder Wohnraum schaffen könnten.
130 Franken pro Quadratmeter
Die Lösung, die nun gefunden wurde: Pro Quadratmeter Bauland werden 130 Franken ausbezahlt. Egal, ob das Land überbaut war oder noch nicht. Für diese Entschädigung stellen die Glückskette 15 Millionen und der Bund 4 Millionen Franken zur Verfügung.
«Diese Lösung ermöglicht es den Betroffenen, wieder in die Zukunft zu blicken – auch wenn für viele ein erheblicher finanzieller Verlust bleibt», schreibt die Gemeinde Blatten. Sie betont, das Geld reiche nicht aus, um das verlorene Wohneigentum gleichwertig zu ersetzen.
5.7 Millionen Spenden ausbezahlt
Insgesamt kamen nach dem Bergsturz rund 68 Millionen Franken Spendengelder zusammen. Sie wurden laut Gemeinde seither vor allem für Soforthilfe verwendet – für die Bevölkerung, die Vereine oder die Landwirte. Jene Spenden, die direkt an die Gemeinde Blatten überwiesen wurden, würden wie vorgesehen für den Wiederaufbau des Dorfes verwendet.