ABB-Verwaltungsrat stirbt bei Flugzeugabsturz

Eine einmotorige Maschine hebt in São Paulo ab. Mit an Bord: ein Mitglied des ABB-Verwaltungsrats und seine Familie. Nach knapp 300 Metern kracht das Flugzeug in ein Wohnhaus. Alle Insassen sterben.

Agnelli lacht an einem Anlass 2007. (keystone) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Agnelli starben seine Frau und seine beiden Kinder. Keystone

Beim Absturz des Kleinflugzeuges in der brasilianischen Metropole São Paulo kamen sieben Menschen ums Leben. Unter den Unglücksopfern befindet sich der ABB-Verwaltungsrat und ehemalige Präsident des Bergbaukonzerns Vale, Roger Agnelli. Mit ihm in seiner Privatamaschine sassen seine Frau, sein Sohn und seine Tochter sowie die Schwiegertochter und der Schwiegersohn.

Die einmotorige Maschine krachte am Samstag aus noch ungeklärter Ursache in ein dreistöckiges Wohnhaus im nördlichen Vorort Casa Verde, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Alle Flugzeuginsassen seien umgekommen.

Hausbewohner konnten flüchten

Die Hausbewohner konnten über den Hinterhof vor dem Feuer fliehen, das durch den Aufprall entfacht worden war. Eine Frau sei leicht verletzt worden.

Ausgebrannte Häuser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Teilweise zerstört und ausgebrannt - die Gebäude, in die das Flugzeug kurz nach dem Start krachte. Keystone

Die Maschine vom Typ Comp Air 9 hatte vom Flughafen Campo de Marco zu einem Flug nach Rio de Janeiro abgehoben. Nach nur 300 Meter Flug stürzte sie in das Haus.

Als Petrobras-Chef gehandelt

Agnelli war seit 2002 Verwaltungsrat des Schweizer Technikkonzerns ABB. Unter seiner Führung (2001-2011) war Vale zu einem der drei weltweit grössten Bergbauunternehmen aufgestiegen.

Nach seinem Abgang gründete Agnelli eine Investment-Firma. Medien brachten ihn vergangenes Jahr als möglichen nächsten Chef des in einen Korruptionsskandal verwickelten Erdölkonzerns Petrobras ins Spiel.