Am Flughafen Zürich wird immer mehr neue Technologie angewendet, die das Reisen einfacher macht. Aber Achtung: Was in Zürich funktioniert, ist an anderen Flughäfen womöglich noch nicht im Einsatz.
CT-Scanner fürs Handgepäck
Auf drei von vier Geschossen sind CT-Scanner am Flughafen Zürich bereits in Betrieb, im vierten werden sie zurzeit installiert. Im Lauf des Sommers werden es insgesamt 26 CT-Scanner sein. CT steht für Computertomografie, die viele aus dem Spital kennen: Das Handgepäck wird in einer Röhre gescannt. Mühseliges Herausklauben von Flüssigkeiten und elektronischen Geräten erübrigt sich.
Für Passagiere bedeuten die CT-Scanner vor allem einen Gewinn an Komfort, sagt der Konzernchef des Flughafens, Lukas Brosi. Trotzdem könne es an Spitzenreisetagen im Sommer, wenn rund 120'000 Passagiere abgefertigt werden, zu Wartezeiten kommen. Aber: «Wir haben eine gewisse Routine im Handling der Spitzentage», sagt Brosi. Er empfiehlt, sich vorgängig zu informieren: «Wartezeiten sind in Realtime auf unserer Homepage verfügbar.»
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Bild 1 von 3. Im CT-Scanner ist der Inhalt des Handgepäcks besser sichtbar als bisher. Deshalb darf nun auch mehr als 100 ml Flüssigkeit mitgeführt werden. Bildquelle: Flughafen Zürich.
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Bild 2 von 3. CT-Scanner erzeugen dreidimensionale Bilder des Handgepäcks. Laptops, Tablets und Flüssigkeiten müssen von den Reisenden nicht mehr rausgenommen werden. Bildquelle: Flughafen Zürich.
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Bild 3 von 3. Security Scanner kommen zum Einsatz, wenn ein Metalldetektor einen Alarm ausgelöst hat. Bildquelle: Flughafen Zürich.
Allerdings: Nicht an allen Flughäfen sind CT-Scanner in Betrieb. Deshalb empfiehlt es sich, bei Flüssigkeiten im Handgepäck weiter die 100-ml-Regel einzuhalten, wenn der Rückreise- oder Umstiegsflughafen nicht auch über die neuen Geräte verfügt.
Und ausserdem gilt die neue Regel nicht für alle Flaschen: Doppelwandige Flaschen wie etwa Thermosflaschen dürfen nur leer ins Handgepäck. Der Grund: CT-Scanner können wegen des mehrschichtigen Aufbaus der Flaschen Flüssigkeiten nicht zweifelsfrei als unbedenklich identifizieren.
Im Transferbereich werden die Sicherheitskontrolllinien nicht umgerüstet. Das heisst, dort gilt die 100-ml-Regel weiterhin.
Security Scanner
Zum Einsatz kommen in Zürich neu auch Security Scanner. Sie werden eingesetzt, wenn ein Metalldetektor einen Alarm auslöst: Auf einem standardisierten Piktogramm erscheint die Stelle am Körper, die den Alarm verursacht hat – ohne individuelle Körpermerkmale zu zeigen.
Laut Flughafen kommen sie zeitgleich mit den CT-Scannern zum Einsatz – also im Lauf des Sommers.
Entry-/Exit-System EES
Das sogenannte Entry-/Exit-System (EES) regelt neu die Einreisemodalitäten für Drittstaatenangehörige ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz oder der EU. Das heisst, wenn jemand zum ersten Mal in ein Schengenland einreist, wird nach den Vorgaben der EU ein persönliches Dossier erstellt.
Das System zur Kontrolle der Schengenaussengrenzen soll die Grenzverwaltung modernisieren und Grenzübertritte effizienter gestalten. Doch bis alles wirklich funktioniert, kann es bei der Einreise zu längeren Wartezeiten kommen. Seit dem 10. April ist das EES im gesamten Schengenraum in Kraft. Informationen zum EES gibt es auf der offiziellen EES-Seite der Europäischen Kommission.
Reisende haben das Recht, Auskunft darüber zu erhalten, ob über sie Daten im EES erfasst sind. Laut dem Staatssekretariat für Migration SEM kann man Einsicht in seine Daten verlangen und sie gegebenenfalls berichtigen oder löschen lassen.