- Nike führt exklusive Gespräche über die Ballrechte für die Champions League ab 2027.
- Für die Rechte soll Nike über 40 Millionen Euro zahlen.
- Adidas liefert den ikonischen «Sternen-Ball» seit 2001.
Wie die Uefa und die Vereinigung der europäischen Fussballklubs (EFC) am Donnerstag mitteilten, verhandelt Nike exklusiv über die Ballrechte von 2027 bis 2031. Neben der Champions League wären auch die Europa League und die Conference League Teil des Vertrags.
Adidas bestätigte den Verlust der Ballrechte nach dem Ende der Saison 2026/27. «Wir sind stolz, die ikonischste Serie von Fussbällen aller Zeiten kreiert zu haben», sagte ein Sprecher.
Laut der «Financial Times» soll Nike über 40 Millionen Euro für die Rechte zahlen, und damit doppelt so viel wie Adidas bisher. Unter Dach und Fach sei der Deal aber noch nicht, heisst es. «Das zeigt, dass Nike im Fussball grosses wirtschaftliches Potenzial sieht», sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Pascal Lago.
Der bevorstehende Deal, den erstmals die Marketingagentur Relevent für die Uefa und die Klubs ausgehandelt hat, umfasst auch den Spielball für die Europa League und die Conference League, die unterhalb der Champions League angesiedelt sind. Für die beiden Wettbewerbe lagen die Ballrechte bisher beim Sporthändler Decathlon.
Nike setzt sich erneut gegen Adidas durch
Erst vor zwei Jahren hatte Adidas eine herbe Niederlage gegen Nike kassiert. Nach über 70 Jahren werden nun die US-Amerikaner den Deutschen Fussball-Bund (DFB) ausrüsten, der Vertrag läuft zunächst von 2027 bis 2034. Nike soll über 100 Millionen Euro geboten haben – etwa doppelt so viel wie Adidas.
Adidas bleibt weiterhin der Balllieferant für alle Fifa-Wettbewerbe, die Europameisterschaft und Champions League der Frauen sowie ab der nächsten Spielzeit wieder der Männer-Bundesliga.