- Die UBS hat die Übertragung der Daten von Kunden der Credit Suisse auf die eigenen IT-Systeme abgeschlossen.
- Mit der Migration der in der Schweiz gebuchten Klienten ist die weltweite Überführung aller Kundenkonten beendet.
- Damit ist ein zentraler technischer Schritt bei der Zusammenführung der UBS und CS vollzogen.
Konzernchef Sergio Ermotti sprach von einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens. Insgesamt seien rund 1.2 Millionen Kunden weltweit auf die UBS-Plattform übertragen worden. «Es gibt immer noch viel zu tun, um die Integration abzuschliessen», sagte er. Der Abschluss der Kundenmigration stärke jedoch das Geschäft und schaffe die Basis für ein breiteres Angebot.
Zahlungsvolumen steigt um ein Viertel
Gemäss der UBS habe die Grossbank damit einen zentralen Meilenstein bei der Integration der CS nach deren Notübernahme im Jahr 2023 erreicht. Mit der Integration stiegen die Zahlungsvolumen auf der UBS-Plattform um rund 25 Prozent auf knapp 3.1 Millionen Transaktionen täglich.
Seit der Übernahme setzte die UBS die Zusammenführung schrittweise um. Wichtige Schritte wie die Fusion der Stammhäuser sowie der Schweizer Einheiten wurden bereits im Sommer 2024 vollzogen. Für die nun abgeschlossene Migration baute die Bank unter anderem Kapazitäten in Filialen und Support aus, führte über 80'000 Tests durch und schulte Mitarbeitende während mehr als 132'000 Stunden.
Nach Angaben der UBS verlief die Migration aus Kundensicht weitgehend reibungslos. Die Bank verschickte rund drei Millionen personalisierte Schreiben und stellte digitale Informationsangebote bereit. Das Kundenfeedback sei überwiegend positiv ausgefallen.
Abschluss Ende Jahr erwartet
Mit dem Abschluss der Migration beginnt nun die letzte Phase der Integration, einschliesslich der Abschaltung der alten IT-Systeme der Credit Suisse, wie es hiess. Die UBS rechnet weiterhin damit, den Integrationsprozess bis Ende 2026 weitgehend abzuschliessen.
Die UBS übernahm die Credit Suisse – beide systemrelevante Banken – im März 2023, um einen drohenden Zusammenbruch der CS zu verhindern und eine Finanzkrise in der Schweiz sowie international abzuwenden. Die Credit Suisse war zuvor durch Skandale, hohe Verluste und einen massiven Vertrauensverlust in eine akute Krise geraten.
Die Übernahme wurde unter starkem Druck der Behörden organisiert, insbesondere durch den Bundesrat, die Schweizerische Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht Finma, die die Stabilität des Finanzsystems sichern wollten.