Betreiberlizenz in Österreich Easyjet bereitet sich auf den Brexit vor

Die britische Fluglinie Easyjet rüstet sich mit einem neuen Standort in Österreich für den bevorstehenden Austritt Grossbritanniens aus der EU.

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EasyJet bereitet sich auf den Brexit vor

1:44 min, aus Tagesschau vom 14.7.2017
  • Die britische Billigfluglinie Easyjet baut wegen des geplanten Ausstiegs ihres Heimatlandes aus der Europäischen Union einen Standort in Österreich auf.
  • Easyjet wird in Wien einen neuen Ableger stationieren, der eine österreichische Fluglizenz erhalten soll.
  • Damit solle sichergestellt werden, dass man nach dem Brexit den Flugbetrieb innerhalb der EU fortführen könne, teilte die Fluglinie mit.

Derzeit dürfen britische Airlines aufgrund von EU-Regeln unbegrenzt zwischen den Mitgliedsländern und auch innerhalb dieser Staaten fliegen. Mit dem für März 2019 geplanten Ausstieg der Briten aus der Union fallen diese Rechte weg. Ersatzvereinbarungen wurden noch nicht geschlossen.

Muttergesellschaft mit drei Flugtöchtern

Mit der anvisierten neuen Unternehmensstruktur will Easyjet zu einer paneuropäischen Airline-Gruppe mit drei Fluggesellschaften in Österreich, der Schweiz und Grossbritannien sowie einem in Grossbritannien ansässigen Handels- und Dienstleistungsunternehmen werden.

Alle drei Fluggesellschaften werden nach Firmenabgaben Töchter von Easyjet plc sein. Easyjet plc wird weiterhin an der Londoner Börse notiert sein und ihren Sitz in Grossbritannien haben.

«Hart umkämpfter Gewinn»

Der Aufbau des Ablegers wurde in Österreich von höchster staatlicher Stelle eng begleitet. Die ersten Gespräche mit Easyjet-Chefin Carolyn McCall hätten bereits im Oktober vorigen Jahres stattgefunden, sagte Bundeskanzler Christian Kern. «Das ist ein hart erkämpfter, aber umso schönerer Gewinn für Österreich.»

Der Hintergrund

  • Die britische Premierministerin Theresa May hatte den offiziellen Antrag für den Austritt aus der EU Ende März gestellt.
  • Seitdem läuft der zweijährige Countdown, um die Formalitäten der Scheidung zu klären.
  • Für die Airlines wird dabei die Zeit knapp, weil sie ihre Flugpläne schon lange im Voraus erstellen.