- Novartis hat im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 17.4 Milliarden US-Dollar verbucht, wie der Pharmakonzern mitteilt.
- Das entspricht einer Steigerung von 11 Prozent zum Vorjahr.
- Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt das Management einen gemischten Ausblick.
- CEO Vas Narasimhan erhält eine Gesamtvergütung von 24.9 Millionen Franken für 2025.
Die Umsätze kletterten dank Verkaufsschlagern wie dem Krebsmittel Kisqali im vierten Quartal auf 13.3 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen ergab dies ein Minus von 1 Prozent. Damit hat sich das Wachstumstempo gegenüber dem Vorquartal (+8%) deutlich verlangsamt, nachdem es in den ersten beiden Quartalen jeweils zweistellig war.
Beim operativen Gewinn verbuchte der Konzern einen Anstieg um 2 Prozent auf 3.6 Milliarden. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 2.4 Milliarden nach 2.8 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei vor allem höheren Ertragssteuern geschuldet, heisst es in der Mitteilung weiter.
Für Analysten ist aber vor allem der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn entscheidend. Mit 4.9 Milliarden legte dieser um 1 Prozent zu. Im Geschäftsjahr 2025 setzte Novartis 54.5 Milliarden Franken um (+8%). Zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Plus von ebenfalls 8 Prozent. Damit erreicht das Unternehmen das vom Management in Aussicht gestellte Nettowachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.
Patentabläufe belasten Ausblick
Wegen auslaufender Patente stellt sich Novartis auf ein schwieriges laufendes Jahr ein. Für 2026 erwartet das Unternehmen zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie einen niedrig einstelligen Rückgang des operativen Kerngewinns.
«Wir gehen davon aus, dass wir 2026 weiter wachsen werden, obwohl der bedeutendste Patentablauf in der Geschichte von Novartis bevorsteht», sagte Konzernchef Vas Narasimhan. 2025 habe Novartis trotz des Markteintritts von Nachahmermedikamenten in den USA eine starke Entwicklung gezeigt. «Wir sind nach wie vor auf gutem Weg, unsere mittelfristige Prognose zu erfüllen.»
Weitere Gehaltserhöhung für Novartis-Chef
Nach den deutlichen Gehaltssprüngen in den beiden Vorjahren hat Vas Narasimhan auch für 2025 nochmals markant mehr bekommen. Insgesamt erhielt er für das letzte Jahr eine Gesamtvergütung von 24.9 Millionen Franken, nach 19.2 Millionen im Jahr zuvor. Das Grundsalär erhöhte sich dabei minim auf 1.90 Millionen Franken.
Stark zugenommen hat aber die Vergütung aus dem LTPP-Langfristprogramm. Diese stieg von 12.5 Millionen auf 17.3 Millionen Franken. Seit Daniel Vasella, der mit seinen Salären die Abzocker-Initiative mit ausgelöst hat, hat kein Schweizer CEO mehr einen solchen Lohn erhalten.
Novartis begründet den Anstieg mit dem Wert, den er für die Aktionärinnen und Aktionäre von 2023 bis 2025 generiert hat. Novartis bezahlt seinem Konzernchef damit erneut massiv mehr als die Konkurrentin Roche. So erhielt Roche-Chef Thomas Schinecker für 2025 insgesamt 10.2 Millionen. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar, da Roche gesperrte Titel zu einem reduzierten Verkehrswert in die Berechnung einfliessen lässt.
Die gesamte Novartis-Geschäftsleitung erhielt 2025 eine realisierte Gesamtentschädigung von 113.6 Millionen Franken. Darin eingeschlossen sind auch die Entschädigungen an Geschäftsleitungsmitglieder, welche im Jahresverlauf abgetreten sind. 2024 hatte die Geschäftsleitung noch 75.7 Millionen Franken erhalten.