Darum geht es: Flugreisen haben sich seit 2021 in der Schweiz stark verteuert – laut dem Vergleichsdienst Comparis um knapp 70 Prozent. Und: Die Preise dürften in den nächsten Monaten weiter steigen.
Die Gründe: Treiber dieser Entwicklung sind vor allem höhere Treibstoffpreise, aber auch höhere Personal- und Wartungskosten. Letzteres hat auch mit Lieferschwierigkeiten der Flugzeughersteller zu tun, weshalb die Airlines ältere und damit mehr Sprit verbrauchende Maschinen einsetzen müssen. Zudem sind ältere Flugzeuge teurer im Unterhalt.
Als direkte Folge der vielen Billigangebote sind die Preise für Flugtickets nicht noch mehr gestiegen.
Teure Business-Class: Besonders betroffen von den mittelfristig höheren Preisen sind Flüge in der Business-Class. Laut Comparis liegt das am vergleichsweise begrenzten Angebot. Zudem reagiere diese Klientel – oft Geschäftsreisende – weniger auf Preisänderungen. Allerdings: «Die Preise für Business-Plätze schwanken von Monat zu Monat», stellt SRF-Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler fest. Heisst: Die Preise können auch mal sinken.
Im Juni billiger: Im Juni 2026 sind die Flugpreise gegenüber dem Mai wieder etwas gesunken, hat Comparis festgestellt. Am höchsten waren die Flugticket-Preise im April, seither fielen sie leicht. Grund: Wegen der höheren Flugpreise und der Unsicherheit betreffend der Kerosinversorgung infolge des Iran-Kriegs sank die Nachfrage bei den Flugbuchungen, was als Reaktion darauf zu tieferen Preisangeboten führte. Im Vergleich zu Juni 2025 war ein Flugticket diesen Juni aber im Schnitt immer noch 3.4 Prozent teurer.
Viele Billigflieger: In diesem Jahr hat die Zahl der von Billig-Airlines angebotenen Flüge um acht Prozent zugenommen, stellte Comparis auch fest. «Als direkte Folge der vielen Billigangebote sind die Preise für Flugtickets nicht noch mehr gestiegen», stellt Redaktorin Lucia Theiler fest.