Darum geht es: In China hat das neue Jahr, das Jahr des Feuerpferdes, begonnen. Weil das asiatische Neujahrsfest auch in anderen Ländern wie Vietnam oder Thailand zuweilen mehrere Wochen dauert, werden während dieser Zeit viele Fabriken geschlossen – es fehlt schlicht an Personal. Das hat auch grossen Einfluss auf die Weltwirtschaft.
Alle reisen: Während Neujahr reisen fast alle Chinesinnen und Chinesen nach Hause. Für viele ist es das einzige Mal im Jahr, dass sie ihre Familie sehen. Die Neujahrsreisetätigkeit in China gilt als grösste Migrationsbewegung der Welt: Rund eine Milliarde Menschen sind da unterwegs. Die chinesischen Behörden rechnen sogar mit insgesamt 9.5 Milliarden Reisebewegungen in den nächsten vier Wochen.
Das chinesische Neujahr hat einen viel grösseren Einfluss auf die Weltwirtschaft als etwa Weihnachten.
Weltweite Folgen: Die Schliessung vieler Fabriken in China und anderen asiatischen Ländern bedeutet, dass Importeure auch hierzulande weit im Voraus und gut planen müssen – denn es muss mit wochenlangen Lieferverzögerungen gerechnet werden. «Das chinesische Neujahr hat einen viel grösseren Einfluss auf die Weltwirtschaft als etwa Weihnachten», stellt SRF-Wirtschaftsredaktor Pascal Lago fest.
Vorteile für China: Für die Volksrepublik wiederum ist das wochenlange Neujahrsfest ein Segen. Es kurbelt den Binnenkonsum und damit die Wirtschaft an. Denn mit Neujahr werden milliardenfach Geschenke gekauft, die mit nach Hause gebracht werden. Und so kommt das Neujahrsfest der Zentralregierung in Peking angesichts des in letzter Zeit eher stagnierenden Inlandkonsums der Chinesinnen und Chinesen gerade recht.