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Jahreszahlen 2025 Gewinn von Zementkonzern Holcim bricht um 73 Prozent ein

  • Holcim hat im letzten Jahr deutlich weniger Gewinn gemacht.
  • Grund dafür sei der Verkauf des Geschäfts in Nigeria – dieser habe einen hohen Währungsverlust verursacht, sagt Holcim.
  • Konkret meldet Holcim für 2025 noch einen Gewinn von knapp 390 Millionen Franken. Im Jahr davor waren es noch knapp 1.5 Milliarden – ein Rückgang von 73.4 Prozent.

Der Währungsverlust durch das Geschäft in Nigeria beläuft sich auf 1.38 Milliarden Franken, wie Holcim bekannt gab. Ohne diesen Sondereffekt sei der Reingewinn dagegen um 3.9 Prozent auf 1.78 Milliarden Franken gestiegen.

Der operative Betriebsgewinn vor Steuerabzügen (der sogenannte EBIT) stieg um 1.4 Prozent auf 2.88 Milliarden Franken. Erneut lastete der starke Franken auf den Ergebnissen von Holcim. Dieser kostete 203 Millionen Franken Betriebsgewinn. Noch besser fällt das Ergebnis aus, wenn man das Wachstum aus eigener Kraft betrachtet (das sogenannte «organische Wachstum»): Hier stieg der wiederkehrende EBIT sogar um 12.2 Prozent.

Frachtzug mit Holcim-Logo auf den Gleisen unter Überdachung.
Legende: Trotz des Gewinnrückgangs blicken Analysten positiv auf die Zukunft von Holcim (Im Bild: Holcim-Transportwaggon vor dem Zementwerk Siggenthal AG, 3.7.23) KEYSTONE/Gaetan Bally

Der Umsatz sank derweil um 2.9 Prozent auf 15.72 Milliarden Franken. Schuld ist auch hier der starke Franken, der 810 Millionen Umsatz kostete. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz eigentlich um 2.9 Prozent gestiegen.

Erwartungen teils übertroffen

In den Zahlen ist das im vergangenen Sommer abgespaltete Nordamerika-Geschäft nicht mehr enthalten, das als eigenständiges US-Unternehmen Amrize in New York an der Börse kotiert ist. Insofern sind die Vorjahreszahlen Pro-Forma-Resultate.

Insgesamt hat Holcim die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, beim wiederkehrenden EBIT und der Marge übertroffen.

Veränderungen in der Geschäftsleitung

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Per 1. März kommt es zu mehreren personelle Veränderungen in der Geschäftsleitung des Zementkonzerns. In verschiedenen Regionen kommt es zu Neubesetzungen.

Zentral- und Osteuropa-Chef Simon Kronenberg übernimmt neu die Leitung der Region Lateinamerika. Er folgt auf Oliver Osswald, der das Unternehmen nach mehr als 30 Jahren verlässt, wie Holcim am Freitag mitteilte.

Die Verantwortung für die Region Zentral- und Osteuropa geht an Xavier Guesnu. Er war bislang CEO von Holcim in Frankreich.

Zudem wird Dragan Maksimovic, bisher Regionalleiter Westeuropa, zum Gruppenleiter Gebäudesysteme ernannt. Seine Nachfolge in Westeuropa tritt Grant Earnshaw an, der aktuell Gebietsleiter Naher Osten und Afrika ist.

Vom Ergebnis sollen die Aktionäre profitieren: Holcim will eine Dividende von 1.70 Franken je Aktie ausschütten. Im Vorjahr hatte der Konzern 3.10 Franken bezahlt. Allerdings war damals noch das Nordamerika-Geschäft an Bord.

Mehr Umsatz und Betriebsgewinn angepeilt

Im neuen Geschäftsjahr 2026 erwartet Holcim ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in lokaler Währung. Der wiederkehrende EBIT soll gleichzeitig um 8 bis 10 Prozent in lokaler Währung zulegen. Die entsprechende Marge soll weiter steigen.

Zudem peilt Holcim einen Free Cashflow von rund 2 Milliarden Franken an. Darüber hinaus soll das Geschäft mit recycelten Bau- und Abbruchmaterialien um über 20 Prozent wachsen.

SRF4 News, 27.02.26, 7:30 Uhr ; 

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