- Der Energiekonzern Alpiq hat 2025 einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Hauptgrund ist der lange Ausfall des Atomkraftwerks Gösgen.
- Das Betriebsergebnis (EBITDA) brach um 69 Prozent ein, der Reingewinn sank sogar um 79 Prozent auf 197 Millionen Franken.
- Für 2026 ist das Management verhalten zuversichtlich. Zusätzlich kommt es zu einem wichtigen Wechsel in der Geschäftsleitung.
Die Energie-Gruppe Alpiq hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der ungeplant lange und immer noch andauernde Ausfall des Atomkraftwerks Gösgen drückt auf das Ergebnis.
Der Nettoumsatz der Gruppe ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 13.5 Prozent auf 5.7 Milliarden Franken gesunken. Das Betriebsergebnis Ebitda brach gar um 69 Prozent auf 433 Millionen ein. Dabei wirkten negative Sondereffekte – ohne diese hätte das operative Ergebnis 573 Millionen betragen (-41 Prozent). Unter dem Strich blieb noch ein Gewinn von 197 Millionen (-79 Prozent ), bereinigt waren es 310 Millionen (-49 Prozent).
«Robust performt» – trotz schwierigem Marktumfeld
Alpiq habe ungeachtet zahlreicher Anforderungen ein «robustes Ergebnis» geliefert, heisst es in einer Mitteilung zu den Jahreszahlen. Das bereinigte Betriebsergebnis liege zwar unter den sehr starken Ergebnissen von 2023 und 2024, übertreffe aber die früheren Jahre.
Das Jahr 2025 sei stark geprägt gewesen von Produktionsausfällen und einem anspruchsvollen Marktumfeld, wobei der ungeplante Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen das Ergebnis mit 149 Millionen Franken am stärksten belastet habe. Das AKW liefert schon seit dem 24. Mai 2025 keinen Strom mehr, und das Wiederanfahren hat sich mit nötigen Sicherheitsmassnahmen immer wieder verzögert. Nun soll der Meiler voraussichtlich am 21. März wieder ans Netz gehen.
Die zwei nicht-operativen negativen Effekte im Ebitda waren die Entwicklung der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (Stenfo), die Börsenschwankungen ausgesetzt sind, sowie Ergebnisverschiebungen wegen Fair-Value-Effekten aus Energiederivaten.
Verhalten zuversichtlicher Blick in die Zukunft
Im Ausblick auf das laufende Jahr zeigt sich das Management verhalten zuversichtlich. Man sei mit einer soliden Ertragslage gestartet, da der grösste Teil der Stromproduktion für 2026 bereits abgesichert sei. Der weitere Ausfall von Gösgen werde indes das Ergebnis auch 2026 belasten.
Weiter kommt es zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung: Nach sechs Jahren – darunter fast vier Jahre an der Spitze des Geschäftsbereichs Trading – wird Navin Parasram Alpiq verlassen. Morgane Trieu Cuot, die stellvertretende Bereichsleiterin, übernimmt die Aufgabe interimistisch.