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Negativtrend setzt sich fort Gold- und Silberpreis brechen nach Rekordjagd ein

  • Nach einer monatelangen Rekordjagd hat der Goldpreis 20 Prozent verloren.
  • Trotzdem bleibt der Goldpreis mit rund 4500 US-Dollar pro Feinunze verglichen mit Ende 2025 hoch.
  • Silber verlor am Freitag mehr als 30 Prozent – der grösste Tageseinsturz seit den 1980er-Jahren.
  • Als Auslöser gilt die Nomination von Kevin Warsh als US-Notenbankchef.

Der rasante Preiszerfall von Gold und Silber setzt sich auch in der neuen Woche fort. Am frühen Montagmorgen wurde die Feinunze Gold noch für 4478 US-Dollar gehandelt, ein Minus von rund 8 Prozent. Silber verliert zum Wochenstart zweistellig. Der aktuelle Preis von rund 74 Dollar bedeutet einen Rückgang von 12.4 Prozent.

Rekordjagd und Rekordeinbrüche

Die Preise für Gold und Silber waren davor im Eiltempo in die Höhe geschnellt und hatten neue Rekorde aufgestellt. Erst am Donnerstag erreichte Gold ein Rekordhoch von 5595 Dollar pro Feinunze. Gold und andere Edelmetalle gelten in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen, was den Preis letztes Jahr stark nach oben trieb – um ganze 65 Prozent.

Person hält Goldbarren mit Handschuhen vor Tresor.
Legende: Noch am Donnerstag erreichte der Goldpreis ein Allzeithoch von 5595 Dollar pro Feinunze. Auch nach dem Einbruch verbleibt der Preis auf vergleichsweise hohem Niveau. keystone/Sven Hoppe

Der aktuelle Goldpreis liegt nach den heftigen Verlusten immer noch über dem Niveau von Ende 2025. Das zeigt, wie steil der Kurs im neuen Jahr angestiegen ist. Beim Silber ist das Bild ähnlich. Am Freitag resultierte ein zwischenzeitlicher Abschlag von 36 Prozent. Einen solchen Einbruch innerhalb eines Tages hatte es beim Silber seit den 1980er-Jahren nicht mehr gegeben.

Zweifel am neuen Notenbankchef und der Zinspolitik

Für den jähen Stopp bei der Edelmetall-Rekordjagd sorgt die Unsicherheit um die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank. US-Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh als Nachfolger des im Mai abtretenden Notenbankchefs Jerome Powell.

Der zukünftige US-Notenbankchef?

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Mann in Anzug spricht, dunkler Hintergrund.
Legende: Kevin Warsh Wurde von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell nominiert. Reuters

Kevin Warsh (55) gilt als konservativer Ökonom der republikanischen Schule. Von 2006 bis 2011 war er bereits im Vorstand der US-Notenbank.

Er war unter anderem als Wirtschaftsberater unter Präsident George W. Bush tätig und vertritt klassisch-republikanische Positionen wie Freihandel.

Das widerspricht eigentlich der Zolltarifpolitik von Donald Trump. Jüngst hatte Warsh jedoch die Forderungen des Präsidenten nach tieferen Zinsen unterstützt.

Es ist unklar, ob es sich dabei um eine Annäherung an Trumps Wirtschaftspolitik handelt oder um eine rein strategische Massnahme, um für den Posten nominiert zu werden.

Bevor Warsh Notenbankchef werden kann, muss er noch vom Senat bestätigt werden.

Warsh gilt als geldpolitischer Falke, der auf hohe Zinsen setzt. Anleger gingen zuvor von Zinssenkungen aus, was die Preise für Edelmetall nach oben trieb. Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften damit auf dem falschen Fuss erwischt worden sein. Sie «zocken» oft auf Kredit und sind bei fallenden Preisen dazu gezwungen, schnell zu verkaufen. Dabei kann eine Abwärtsspirale entstehen, die wie jetzt zu massiven Kursstürzen führt.

SRF 4 News, 30.1.2026, 23:30 Uhr ; 

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