Die Nachfrage der Anleger nach Gold scheint unersättlich und treibt den Preis an den Börsen von Rekord zu Rekord. Am Montag kostete die Feinunze (31.1 Gramm) erstmals mehr als 5000 Dollar. SRF-Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler beantwortet die Fragen der SRF-Community.
Sinkt der Preis auch mal oder geht er nur aufwärts?
Gold ist ein Rohstoff und limitiert verfügbar. Solange die Nachfrage hoch ist, bleibt auch der Preis hoch. Der Anstieg in den letzten drei Jahren um über 150 Prozent ist aber aussergewöhnlich. Der Preis kann jederzeit auch wieder sinken.
Wodurch sinkt der Goldpreis?
Der Goldpreis sinkt, wenn die Nachfrage abnimmt, etwa wenn Anlegerinnen und Anleger statt in Gold lieber wieder in Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere investieren.
Woher kommt das viele Gold?
Gold kommt zu rund ¾ aus der Minenförderung und zu ¼ aus dem Recycling (so genanntes Altgold). China, Russland und Australien sind aktuell die grössten Goldförderländer. Raffiniert, also verarbeitet und veredelt, wird Gold zu einem grossen Teil in der Schweiz.
Gold kaufen – selbst lagern – oder in Gold investieren?
Um in Gold zu investieren, muss man nicht zwingend physisches Gold kaufen. Es gibt zum Beispiel ETFs (Exchange Traded Funds): das sind Fonds, die an der Börse gehandelt werden und den Goldpreis abbilden.
Jetzt verkaufen, ja oder nein?
Ob jemand in Gold investiert oder nicht, hängt von den jeweiligen finanziellen Zielen ab und davon, ob jemand sein Geld eher risikofreudig oder risikoavers anlegen möchte. Gold gilt als so genannter «sicherer Hafen», ist deshalb in unsicheren Zeiten besonders gefragt, aber auch der Goldpreis schwankt.
Wie funktioniert so ein Goldverkauf?
Physisches Gold kann man beispielsweise bei einer Bank oder im Altgoldhandel verkaufen. Gold in Form von Wertpapieren (z.B. ETFs, Exchange Traded Funds) kann über gängige Handelsplattformen ge- und verkauft werden.