- Die Zahl der Erwerbstätigen im Pensionsalter hat in der Schweiz in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen.
- Gemäss aktuellen Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) hat sich der Anteil der über 64-Jährigen an allen Erwerbstätigen seit 2005 mehr als verdoppelt.
Vor 20 Jahren arbeiteten rund 87'000 Personen nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters, bis 2025 stieg diese Zahl auf 220'000. Damit liegt sie laut einer Auswertung der Finanznachrichtenagentur AWP heute bei rund dem Zweieinhalbfachen des Werts von 2005.
Beide Geschlechter gleich betroffen
Der Anstieg spiegelt unter anderem die demografische Entwicklung wider: Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer rücken zunehmend in die Altersgruppe der über 64-Jährigen nach, die dadurch deutlich wächst.
Gleichzeitig zeigt sich ein Trend zu längerer Erwerbstätigkeit im Alter: Derzeit gehen rund 12 Prozent der über 64-Jährigen einer Arbeit nach gegenüber 7 Prozent im Jahr 2005. Die Mitte April aktualisierte Statistik zeigt zudem, dass beide Geschlechter gleich häufig einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
Mehrheit arbeitet selbstständig
Mehr als die Hälfte der über 64-jährigen Vollzeitbeschäftigten ist selbstständig tätig. Die meisten arbeiten jedoch in einem Pensum von 50 Prozent oder weniger. Nur rund ein Siebtel ist vollzeitbeschäftigt.
Insgesamt machen die über 64-Jährigen 2025 4.5 Prozent der Erwerbstätigen aus, 2005 waren es mit 2.1 Prozent noch weniger als die Hälfte.