Jedes Jahr veröffentlicht die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam ihren Ungleichheitsbericht – zeitlich abgestimmt mit dem Start des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Seit Jahren zeigt sich das gleiche Bild: Reiche werden noch reicher und der Graben zu den ärmeren Menschen wird noch tiefer. Konkret: 2025 ist das Vermögen von Milliardärinnen und Milliardären um 2.5 Billionen US-Dollar gewachsen, auf insgesamt 18.3 Billionen US-Dollar. Die 12 reichsten Menschen sind nun reicher als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.
Diese grosse Ungleichheit auf der Welt führt zu teils absurden Gegebenheiten. Hier sind einige unglaubliche Fakten, die der Bericht aufzeigt:
Elon und die 100er-Note
Elon Musk ist laut dem Wirtschaftsmagazin «Forbes» aktuell der reichste Mensch der Welt, mit einem Vermögen von über 480 Milliarden US-Dollar. Sein Vermögen wächst so schnell, dass er nur gerade vier Sekunden braucht, um das zu verdienen, was die Durchschnittsperson weltweit in einem ganzen Jahr verdient. Deshalb, so rechnet Oxfam aus, lohne es sich für Musk eigentlich nicht, eine 100er-Note vom Boden aufzulesen. Denn in der Zeit, in der er sich bücke, habe er bereits fast 9000 US-Dollar verdient.
Vier Männer versus alle Kühe
Die vier reichsten Personen der Welt sind neben Tesla-CEO Elon Musk, Google-Erfinder Larry Page, Softwaregründer und Tiktok-Investor Larry Ellison und Amazon-Chef Jeff Bezos. Sie haben zusammengezählt ein Vermögen von 1.24 Billionen Dollar. Und damit sind sie mehr wert als alle Kühe auf der Welt. Denn der geschätzte Wert der Rinder weltweit beträgt laut Oxfam 1.21 Billionen Dollar.
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Bild 1 von 4. Grund zum Anstossen: Elon Musk ist laut «Forbes» der reichste Mensch der Welt. Bildquelle: Keystone/Alessandra Tarantino.
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Bild 2 von 4. Ein Gruss aus der Vergangenheit: Die Google-Gründer Larry Page (links) und Sergey Brin im Jahr 2000, als der Erfolg einschlug. Bildquelle: Keystone/Randi Lynn Beach.
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Bild 3 von 4. Einflussreiche Beziehungen: Oracle-Gründer Larry Ellison zu Besuch im Oval Office bei Donald Trump. Bildquelle: Keystone/Evan Vucci.
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Bild 4 von 4. Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seiner Frau Lauren Sánchez. Bildquelle: Keystone/Luca Bruno.
Ein lukrativer Powernap
Ein kurzer Powernap soll gesund sein, heisst es aus Wissenschaftskreisen. Für Milliardärinnen und Milliardäre ist er auch noch profitabel. So verdienen sie laut Oxfam-Bericht während eines 20-minütigen Nickerchens im Durchschnitt 6000 Dollar. Gute Nacht! (Natürlich spielt es keine Rolle, ob die Leute schlafen, dösen oder wach sind. Es ist vielmehr die Zeit, die ihr Geld «arbeiten» lässt).
Mit Scrollen Milliardäre beschenkt
Die Weltbevölkerung verbringt jeden Tag 11.8 Milliarden Stunden (!) auf den sozialen Medien. Die Zahlen von 2025 zeigen: Am beliebtesten ist Tiktok, gefolgt von Youtube, Facebook, Whatsapp, Instagram, X, Snapchat und weiteren Plattformen. Alle diese Unternehmen haben Milliardäre als Investoren. Jede Stunde scrollen lässt deren Kasse klingeln.