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Sparpläne angekündigt VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein

  • Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen erneuten Gewinnrückgang verbucht.
  • In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis nach Steuern um 32.9 Prozent auf 1.54 Milliarden Euro zurück.
  • Die angekündigten Sparpläne der Konzernspitze treffen bei der Gewerkschaft und dem Betriebsrat auf Widerstand.

Die Auslieferungen fielen konzernweit um fast 9 Prozent auf 2.08 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern bereits zuvor mitgeteilt hatte. Auf dem wichtigen Markt China sackten die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel ab. Abseits Chinas sah es dagegen im Verkauf etwas besser aus.

Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz sorgten für Gegenwind, hatte Konzernchef Oliver Blume bereits im Frühjahr erklärt. Er plant daher neue Sparmassnahmen mit deutlichen Einschnitten.

Eine rote Ampel vor einem grossen Gebäudelogo.
Legende: Bis zu 50'000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Prüfstand – zusätzlich zu den 50'000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. KEYSTONE/DPA/Moritz Frankenberg

Das Management will rund 11 Milliarden Euro an jährlichen Verwaltungskosten einsparen – das ist ein Viertel des bisher einkalkulierten Werts im indirekten Bereich –, also ausserhalb der Produktion. Aber auch in den Werkshallen will Blume bei den Kapazitäten den Rotstift ansetzen.

Der Konzern soll insgesamt auf eine Produktion von 9 Millionen Fahrzeugen jährlich getrimmt werden, rund eine Million weniger als derzeit und drei Millionen weniger als noch vor der Corona-Pandemie. Die Zahl der Modelle soll um die Hälfte und die der verwendeten Komponenten gar um drei Viertel schrumpfen.

Widerstand gegen neue Sparpläne

Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kräftig Gegenwind. Ebenso von Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie dort die Mehrheit. In dem Gremium fielen die Pläne Berichten zufolge dann auch zunächst durch.

Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50'000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35'000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37'000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

SRF 4 News, 24.7.2026, 10:30 Uhr ; 

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