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Strommarkt BKW schreibt Beteiligung an deutschem Kohlekraftwerk ab

  • Das BKW-Ergebnis 2025 wird von der Wertberichtigung auf das Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven DE getrübt.
  • Die Wertkorrektur belastet das Betriebsergebnis mit rund 110 Millionen Franken.
  • Gründe für die Abschreibung seien veränderte Rahmenbedingungen am Strommarkt, teilte der Schweizer Energiekonzern mit.

Man rechne damit, dass das Werk künftig eine geringere Stromproduktion verzeichnen werde, so das international tätige Berner Unternehmen. Zudem schwankten die Strompreise weniger als früher, was den Erlös drücke.

Aufgrund des Abschreibers wird für das Geschäftsjahr 2025 neu ein Betriebsgewinn in der Grössenordnung von 540 bis 560 Millionen Franken erwartet. Zuvor lag die Unternehmensprognose bei 650 bis 750 Millionen. Das Jahresergebnis will die BKW am 11. März kommunizieren.

Industrieanlage mit hohem Schornstein unter bewölktem Himmel.
Legende: Die Wertkorrektur des Kraftwerks in Wilhelmshaven trübt das Ergebnis der BKW. IMAGO / imagebroker

Für das neu gestartete Jahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Betriebsergebnis zwischen 650 und 750 Millionen Franken. Im laufenden und in den folgenden Jahren würden sich regulatorische Vorgaben im Netzbereich aber negativ auf das Ergebnis auswirken. Zudem gebe es bei Terminpreisen weniger Schwankungen als erwartet. Hingegen wirkten sich höher abgesicherte Strompreise und eine weitere Margenverbesserung im Bereich «Infrastructure & Buildings» positiv aus.

Zukunft: wasserstofffähige Gaskraftwerke

Gleichzeitig investiert BKW im Rahmen ihrer Zukunftsstrategie in ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk zur Stärkung der flexiblen Energieproduktion. Der Konzern will sich mit 40 Prozent am geplanten Gaskraftwerk in Hamm in Deutschland beteiligen.

Das Projekt wird gemeinsam mit der deutschen Stadtwerke-Kooperation Trianel entwickelt. Man sei zuversichtlich, dass das Vorhaben die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen für wasserstofffähige Gaskraftwerke erfülle, welche die deutsche Regierung plane.

Auch mit Blick auf die langfristige Stromversorgung in der Schweiz wird immer wieder über den Bau von gasbetriebenen Winter-Reservekraftwerken diskutiert: Etwa CO₂-arme Kraftwerke, die mit erneuerbarem Gas betrieben werden können, sollen dann im Notfall idealerweise nur wenige Tage laufen. BKW-Chef Robert Itschner hatte etwa für das Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Mühleberg ein Gaskraftwerk ins Spiel gebracht.

SRF 4 News, 20.1.2026, 9 Uhr ; 

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