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Studie von PWC Studie: Spitalfinanzen besser, aber noch nicht gut genug

Schweizer Spitäler stehen finanziell nicht gut da. Eine Studie zeigt, warum sich die Lage leicht aufgehellt hat.

Was steht in der Studie? Akutspitäler, Psychiatrien und Rehabilitations­einrichtungen haben 2025 ihre Erträge gesteigert und ihre Margen verbessert. Akutspitäler steigerten ihren Betriebsertrag im Median um 4.4 Prozent. Das zeigt eine Auswertung des Beratungsunternehmens PWC.

Welches sind die Gründe für die Verbesserung? Philip Sommer, der bei PWC den Bereich Gesundheitswesen, leitet, erklärt: «Die Finanzzahlen der Spitäler haben sich verbessert, einerseits dank Prozessverbesserungen. Also, die Krankenhäuser haben konsequent geschaut, wie die Sachen verbessert und vereinfacht werden können, zum Beispiel bei den Betrieben von Operationssälen.» Andererseits seien die Tarife gestiegen.

Arzt in weissem Kittel untersucht einen Patienten.
Legende: Verbesserte Prozesse haben unter anderem zu einer positiveren Finanzlage geführt (Bild: Inselspital). Keystone / PETER KLAUNZER

Was heisst das konkret? Die Berner Inselspital-Gruppe etwa schaffte es im vergangenen Jahr aus den roten Zahlen. Die Einnahmen waren gestiegen – vor allem aber sanken die Kosten. Adrian Schmitter, Verwaltungsratspräsident der Inselspital-Gruppe, sagt: «Wir haben die Kostensenkung im grössten Kostenblock, dem Personal, gemacht, indem wir die Temporärfachkräfte heruntergefahren und eingespart haben. Das hat sogar dazu geführt, dass wir in der Pflege mehr Angestellte hatten als vor der Restrukturierung.» Zudem habe man im administrativen Bereich 10 Prozent eingespart.

Ist nun alles gut? Nein. Nur jedes achte Spital ist nach der Analyse von PWC profitabel genug. Es klaffe eine Lücke von einer Milliarde Franken. Insgesamt weisen die Institutionen eine EBITDAR-Marge von 6.8 Prozent aus. Das ist weniger als die in den Augen des Beratungsunternehmens ideale Zielmarge von 10 Prozent.

Was ist der EBITDAR?

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Der EBITDAR soll das operative Ergebnis aus dem Betrieb darstellen, das auch Investitionen decken muss. Die Abkürzung steht für «earnings before interest, taxes, depreciation, amortisation, and restructuring or rent costs». Sie klammert nicht nur Zinsen und Steuern aus, sondern auch Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände und Mieten oder Restrukturierungskosten. Der EBITDAR ermöglicht einen vergleichbaren Blick auf die Leistungsfähigkeit eines Spitals.

Was ist noch zu tun? Philipp Sommer von PWC sieht drei Hebel, um die Finanzzahlen weiter zu verbessern: «Der erste Hebel liegt bei den Angeboten anzusetzen – welches Spital welche Leistung in einer Region anbietet.» Zweitens: die ambulanten Angebote ausbauen. Und drittens: die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent nutzen.

Wie realistisch sind die Vorschläge? Adrian Schmitter von der Inselspital-Gruppe sieht die Digitalisierung ebenfalls als «unablässig». Bezüglich einer Ambulantisierung ist er zurückhaltend, sie sei noch nicht kostendeckend zu betreiben. «Das muss sich noch ändern, da müssen wir bessere Tarife bekommen.» Besonders kritisch ist er bezüglich Spezialisierung: «Wenn Sie, wie die meisten Spitäler in der Schweiz, ein Notfallspital sind und über 60 Prozent der Patienten über den Notfall kommen, dann können Sie nicht einfach sagen: Ich mache nur dies – und das mache ich nicht. Der Patient liegt bei Ihnen auf dem Tisch, da müssen Sie alles machen.»

Mehr in «10vor10»

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Mehr zum Thema sehen Sie heute Abend in «10vor10» um 21.50 Uhr auf SRF 1.

Regionaljournal Luzern, 25.06.2026, 8.31 Uhr ; 

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