Ein Drittel mehr Gewinn: Die Geschäftszahlen von Alphabet sind schier unglaublich: Das Unternehmen hat 2025 erstmals einen Umsatz von mehr als 400 Milliarden Dollar gemacht. Der US-Techkonzern konnte die Erträge innerhalb weniger Jahre vervierfachen – ein solches Wachstum bei dieser Grösse einer Firma ist selten. Das Geschäft ist hochprofitabel. Unter dem Strich bleibt für das Jahr 2025 ein Gewinn von 132 Milliarden Dollar, das sind 32 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Alphabet-Imperium: Zu Alphabet gehören Firmen und Dienste wie Google, die künstliche Intelligenz von Gemini, Maps, Betriebssystem Android, Youtube, Robotaxi Waymo und vor allem auch die Datencenter. Bei dem Unternehmen arbeiten 190'000 Personen. Dabei ist Zürich der wichtigste Forschungs- und Entwicklungsstandort ausserhalb der USA.
Forschung und Entwicklung: Grundlage des Erfolgs sind die enormen Investitionen, Ausgaben, die sich nur noch ganz wenige andere Unternehmen leisten können. So hat Alphabet im vergangenen Jahr 61 Milliarden Dollar in die Forschung und Entwicklung gesteckt, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Und es geht noch weiter. Der Konzern hat angekündigt, im laufenden Jahr bis zu 185 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz zu investieren. Mit solchen Ausgaben kann die Konkurrenz kaum noch mithalten.
KI als Schlüssel: Vorübergehend gab es Skepsis, dass der Konzern an Bedeutung verlieren könnte, dass die Suchmaschine Google durch die Konkurrenz von ChatGPT ersetzt werden könnte. Doch inzwischen hat Alphabet eine neue Version seiner eigenen KI rausgebracht. Gemini vermag zu überzeugen, ist direkt neben dem Suchfenster positioniert und verbreitet sich rasend. Die Gemini-App wird von 750 Millionen Menschen monatlich genutzt, wie der Konzern mitteilt.
Youtube: Immer mächtiger wird Alphabet auch im Bereich der Musik und Unterhaltung. Der Kanal Youtube deckt ein breites Feld ab, und hat sich etabliert als Streamingdienst und Videoplattform. Youtube hat im vergangenen Jahr Einnahmen von mehr als 60 Milliarden Dollar generiert, das sind Werbeeinnahmen und die Erträge aus den Abos.
Selbstfahrende Taxis: Vorwärts kommt der US-Konzern auch mit den Robotaxis des Tochterunternehmens Waymo. Wöchentlich wird der Fahrdienst von über 400'000 Passagieren genutzt. Vorerst sind die Autos lediglich in den USA unterwegs, in Städten wie San Francisco, Los Angeles, Miami und Phoenix. Im laufenden Jahr will Waymo auch in Europa loslegen, ein entsprechender Fahrdienst ist in London geplant.
Aktienkurs verdreifacht: An der Börse gehört der Konzern zu den grössten Gewinnern der vergangenen Jahre. Der Aktienkurs hat sich innerhalb von fünf Jahren verdreifacht. Alphabet ist mit einem Börsenwert von 4000 Milliarden Dollar das drittwertvollste Unternehmen der Welt und wird nur gerade vom Chiphersteller Nvidia und Apple übertroffen.
Die Schattenseite des Imperiums: Alphabet ist inzwischen so gross und mächtig, dass die Behörden mehrfach versucht haben zu intervenieren. In den USA war zum Beispiel die Aufspaltung ein Thema, wobei der Browser Chrome von der Suchmaschine getrennt werden müsste. In Europa wiederum gab es wiederholt milliardenschwere Bussen. Der Konzern missbrauche seine monopolartige Stellung, so die Kritik. All diese Versuche der Bändigung sind bisher ins Leere gelaufen.