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Effiziente Hilfe aus der Luft Was die neuen Rettungshelikopter der Rega taugen

Die Rega modernisiert ihre Flotte: Die neuen Helikopter versprechen einige technische Vorteile und einheitliche Abläufe.

Der Wind pfeift um die Rotorblätter, die Sicht ist eingeschränkt und irgendwo in den Schweizer Alpen ist ein Mensch in Not. Für die Crews der Rega sind solche Szenarien Alltag. Sie fliegen los, wenn schnelle Hilfe aus der Luft gefragt ist.

Seit Anfang Jahr fliegt ein neuer Helikoptertyp über der Schweiz. Die Rega steckt mitten in der grössten Flottenerneuerung ihrer Geschichte: Bis Mitte 2027 sollen die alten Maschinen aus dem Betrieb genommen und durch einen neuen Helikoptertyp ersetzt werden.

Roter Hubschrauber mit Rettungspersonal in Berglandschaft.
Legende: Rettungssanitäter und Leiter der Basis Locarno, Amos Brenn, und Chefpilot Mario Agustoni fliegen im Rahmen eines Trainings mit dem neuen Airbus H145 D3. Keystone / Ti-Press / Samuel Golay

Diese Umstellung stellt die Schweizerische Rettungsflugwacht vor planerische Herausforderungen. «Wir machen den ganzen Flottenersatz im laufenden Betrieb. Wir legen nie eine Basis still», sagt Patrick Müller, Projektleiter bei der Rega.

Neuer Helikopter kann 150 Kilo mehr tragen

Die Crewmitglieder absolvieren deshalb vor dem Wechsel eine mehrwöchige Umschulung. Im Simulator trainieren Piloten gemeinsam mit Rettungssanitäterinnen und -sanitätern Notsituationen.

Wir können das Training massiv verkleinern.
Autor: Patrick Müller Projektleiter bei der Rega

Eine Einsatzbasis, die bereits auf den neuen Helikopter umgestellt hat, ist jene in Locarno. «Die Maschine ist sehr stabil in der Luft und überraschend einfach zu bedienen», erzählt Chefpilot Mario Agustoni im Magazin der Rega.

Innenansicht eines Rettungshubschraubers mit Trage und Sitz.
Legende: Der erste Helikopter der neuen Flotte kam in Lausanne zum Einsatz. Keystone / Cyril Zingaro

Gerade in der topografisch anspruchsvollen Schweiz spielt auch die Leistung der neuen Maschine eine zentrale Rolle: «Die grosse Nutzlast macht Einsätze in der dünnen und weniger tragfähigen Luft in alpinen Höhen noch sicherer und gibt uns genügend Reserven», so Mario Agostini.

So können zusätzliche Personen wie Angehörige oder Bergretter sowie mehr medizinische Ausrüstung transportiert werden.

Einfachere Wartung, weniger Trainings

Auch im Hintergrund bringt die neue Flotte Veränderungen: Einheitliche Modelle vereinfachen die Wartung und sparen Ressourcen. «Wir können das Training massiv verkleinern. Und man könnte Crewmitglieder einfacher unter den verschiedenen Einsatzbasen austauschen», sagt Projektleiter Patrick Müller.

Person in einem Hubschrauber-Cockpit mit Bildschirmen, Wald im Hintergrund.
Legende: Der Airbus H145 D3 verfügt über ein modernes, digitales Cockpit. Rega

Im Moment ist die Rega noch an einem hochpräzisen satellitengestützten Navigationssystem dran. «Das ermöglicht uns, bei schlechtem Wetter alle möglichen Punkte im Instrumentenflug anzufliegen.» Noch ist das Netzwerk in der Zulassungsphase, aber bald könnten die Airbus-Rettungshelikopter damit ausgestattet werden.

Die alten Da Vinci-Helikopter nimmt die Rega schrittweise aus dem Betrieb und verkauft sie weiter. Vier Helikopter gingen an die Gendarmerie in Marokko, weitere vier an ein Luftrettungsunternehmen in Neuseeland.

Als nächstes erfolgt nun die Flottenerneuerung im Berner Oberland. Und zwischen Herbst und Winter erhalten mit Mollis, Untervaz und dem Engadin noch die letzten Stützpunkte den Airbus H145 D3 – damit die Rettungshelikopter auch im unwegsamen Schweizer Gebirge sicher und schnell ankommen.

Radio SRF 1, «Morgengast», 29.6.2026, 7:17 Uhr

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